Rote Hilfe e.V.
Die Gefangenenhilfsorganisation 'Rote Hilfe' (RH) ist als linksextremistische Organisation anzusehen, die verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgt. Sie bekennt sich zu ihrer kommunistischen Tradition und bildet bewusst und gewollt ein Sammelbecken u. a. für Anhänger unterschiedlicher kommunistischer und anarchistischer Theorieansätze und diese propagierender Vereinigungen und Personenzusammenschlüsse.
Die RH sieht sich selbst verharmlosend als eine "parteiunabhängige, strömungsübergreifende linke Schutz- und Solidaritätsorganisation". Die RH unterstützt Personen und Organisationen aus dem "linken" Spektrum, wenn und soweit sie im "gemeinschaftlichen Kampf" gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Dabei identifiziert sie sich nicht nur mit der ideologischen Zielsetzung der linksextremistischen Straftäter, sondern auch mit deren Durchsetzung mittels Ausübung von Gewalt auch gegen Personen.
Hauptaufgabe der RH ist dabei die Unterstützung von aus politischen Motiven straffällig gewordenen Linksextremisten oder ihnen nahestehenden Personen, die vermeintlich der "Repression" des Staates ausgesetzt seien. Dazu gehört insbesondere die finanzielle Unterstützung bei Anklagen und Prozessen, aber auch eine politische Unterstützung in Form von Spendensammlungen, Solidaritätsveranstaltungen, Prozessbeobachtung und -begleitung sowie die Betreuung von "politischen Gefangenen". In der Vergangenheit war das zum Beispiel die Unterstützung der Inhaftierten der 'Rote Armee Fraktion' (RAF) oder des in den USA zum Tode verurteilten ehemaligen 'Black-Panther'-Mitglieds Mumia Abu-Jamal. In jüngerer Zeit engagierte sich die RH z.B. für mutmaßliche Initiatoren der "militanten Kampagne" gegen das G8-Treffen in Heiligendamm 2007 oder die im Oktober 2009 zu Haftstrafen verurteilten ehemaligen Mitglieder der kriminellen Vereinigung "militante Gruppe (mg)".
Darüber hinaus verbreitet die RH durch Veranstaltungen, Flugblätter und Broschüren innerhalb der linksextremistischen Szene Tipps zum Verhalten vor, während und nach Demonstrationen, insbesondere für den Fall einer Festnahme.
Im Rahmen ihrer "Antirepressionsarbeit" nutzt die RH jede Gelegenheit, das deutsche Rechtssystem (Exekutive und Judikative) als Instrument der "politischen Unterdrückung" und der "Gesinnungsjustiz" zu diskreditieren. In dem Sinne stellt sie polizeiliches Handeln und gerichtliche Entscheidungen als willkürlich, grund- und menschenrechtswidrig oder als Aufhebung der Gewaltenteilung dar. Zugleich wertet sie die gegen die bestehende Ordnung gerichteten strafbaren Handlungen als Ausdruck "demokratischen" Widerstands.
Sie hat bundesweit rund 5.000 Mitglieder und ist organisiert in etwa 40 Orts- und Regionalgruppen sowie einer Geschäftsstelle in Göttingen, Niedersachsen.
Nach eigener Darstellung steige die Mitgliederzahl der RH stetig. Ihre Mitglieder kommen zum Teil aus dem linksextremistischen Spektrum, zum Beispiel
- der kommunistischen, sozialistischen, anarchistischen Bewegung
- aus internationalistischen und antiimperialistischen Zusammenhängen
- der autonomen antifaschistischen Bewegung.











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