Verfassungsschutz

Methoden der Propaganda

Die Wege, auf denen islamistisches Gedankengut verbreitet wird, sind vielfältig. Grundsätzlich kann eine "gezielte" Propagandatätigkeit – islamistische Gruppen sprechen von da`wa (Ruf, Aufruf, Einladung) – von einer "gestreuten" unterschieden werden.

Bei der "gezielten" Propaganda werden einzelne Personen oder bestimmte Personengruppen, die man für empfänglich hält, direkt und zielgerichtet angesprochen. Dies kann unter Bekannten oder in Freundeskreisen geschehen, und ist damit von Ort und Zeit unabhängig. Da sich diese Art der da`wa im privaten Bereich abspielt, ist sie für die Sicherheitsbehörden nur schwer auszumachen. Eine gezielte Ansprache – meist mehrerer Personen – kann ebenfalls bei politischen oder religiösen Veranstaltungen erfolgen. Hier ist die Werbung naturgemäß weniger konkret, sondern bemüht sich, die eigenen Anschauungen dem Publikum überzeugend darzustellen, um so Zustimmung zu finden und die Bereitschaft zu wecken, in der einen oder anderen Weise, im engeren oder weiteren Anhängerkreis, die Ziele der Gruppierung zu unterstützen. Als Mittel "gezielter" islamistischer Propaganda kann auch die Freitagspredigt in der Moschee missbraucht werden. Vereinzelt nutzen islamistische Prediger die Ansammlung von Gläubigen während des Freitagsgebetes dazu, ihre politischen Botschaften auszusenden.

Die "gestreute" Propaganda wendet sich über Medien aller Art an ein breites Publikum. Zu diesen Medien gehören nach wie vor Flugblätter, Zeitungen und Zeitschriften, Video- und Audiobänder beziehungsweise CDs, Radio und Fernsehen sowie mit herausragender Bedeutung das Internet. Bei dieser Form der Propaganda sind im Bereich des islamischen Extremismus keine Unterschiede zu anderen Extremismusbereichen zu erkennen.

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