Förderung der sozialen Beratung von ausländischen Flüchtlingen

In Nordrhein-Westfalen leben nach Auskunft des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) derzeit rund 2,1 Millionen Ausländerinnen und Ausländer, von denen rund 87.000 im Besitz einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung sind.



Das Land sieht sich in der Mitverantwortung für diese Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus und eröffnet ihnen seit 1997 durch die finanzielle Unterstützung von Beratungseinrichtungen Möglichkeiten, professionelle soziale Beratung zu erhalten.



Als Partner des Landes bieten die Verbände der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW NRW) sowie die Kooperationspartner der Flüchtlingsberatung in Nordrhein-Westfalen im Rahmen eines abgestimmten Förderprogramms ein breites Spektrum professioneller sozialer Dienstleistungen bei der Sozialen Beratung an. Diese Beratungsleistungen werden durch das Land im Rahmen der "Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur sozialen Beratung von Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen" vom 01. Januar 2005 finanziell gefördert.



Mit dem Förderprogramm "Soziale Beratung von Flüchtlingen" sollen im Rahmen von Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit Flüchtlingen Perspektiven und Strategien zur Bewältigung sozialer und psychischer Probleme vermittelt werden.


Hierfür stehen 2015 sieben Millionen Euro bereit, mit dem insgesamt 142 Stellen in den Bereichen Verfahrensberatung für asylsuchende Flüchtlinge, psychosoziale Zentren, regionale Flüchtlingsarbeit sowie Rückkehrberatung unterstützt werden.


Darüber hinaus beteiligt sich das Land zur Förderung der freiwilligen Rückkehr von Flüchtlingen am Bund-Länder-Programm REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme for Asylum-Seekers in Germany / Government Assisted Repatriation Programme) und an den Projekten „URA 2“ und „Integrierte Rückkehrplanung - IntegPlan“. Zudem gewährt es jeder Person, die freiwillig in ihr Herkunftsland zurückkehrt, eine Unterstützung in Form einer Individualhilfe.