Mönchengladbacher Kinder sollen die „Kurve kriegen“ Innenminister Jäger: Das NRW-Präventionsprogramm gegen Jugendkriminalität wirkt und ist wirtschaftlich

Pressemitteilungen, Polizei | 08.03.2017

Das NRW-Präventionsprogramm "Kurve kriegen" wurde von bislang 13 auf insgesamt 19 Standorte ausgebaut. Innenminister Ralf Jäger stellte heute in Mönchengladbach den neusten Standort vor. Träger dort ist der Katholische Verein für soziale Dienste in Rheydt. "Das Programm wirkt frühzeitig und ganz gezielt Kinder- und Jugendkriminalität entgegen. Und es ist wirtschaftlich", sagte Jäger. Insgesamt haben 788 Kinder und Jugendliche an "Kurve kriegen" teilgenommen. Aktuell sind es 328.

Eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene Studie fand heraus, dass 40 Prozent der Teilnehmer nicht mehr straffällig wurden, nachdem sie das Programm durchlaufen hatten. Jedem in "Kurve kriegen" investierten Euro stehe ein Nettonutzen von bis zu zehn Euro gegenüber - in Form ersparten sozialen Folgekosten, zum Beispiel für Erziehungshilfe, Haft und Resozialisierung. "Das sind eindrucksvolle Zahlen. Der Erfolg von "Kurve kriegen" ist aber nicht in erster Linie ein wirtschaftlicher, sondern ein gesellschaftlicher", betonte Jäger. "Wir verhindern, dass diese Jungen und Mädchen ihre Opfer weiter verprügeln, ausrauben oder erpressen." Dafür arbeiten pädagogische Fachkräfte direkt in den Polizeidienststellen gemeinsam mit den Beamten.

Weitere Informationen und ein Video über das Projekt unter: www.kurvekriegen.nrw.de.

 

 

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