Aufgaben der Innenrevisionen

Unter dem Aspekt der Korruptionsprävention unterstützen die Innenrevisionen primär die Dienstaufsicht, sekundär die Fachaufsicht; sie übernehmen aber nicht deren originären Aufgaben.

Die Innenrevisionen sollen korruptiven Sachverhalten vorbeugen durch Prüfungen und Schwachstellenanalysen der Ablauforganisation in korruptionsgefährdeten Bereichen sowie durch Mithilfe bei der Umsetzung personalbezogener korruptionspräventiver Maßnahmen und Konzepte. Sie sollen ordnungswidriges Handeln oder Unterlassen aufdecken und bei begründetem Anfangsverdacht einer strafbaren Handlung dem Dienstvorgesetzten / dem Arbeitgeber empfehlen, die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten.

Diese Aufgaben nehmen sie insbesondere durch Revisionen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich und Prüfungen mit folgenden Zielrichtungen wahr:

  • ablauforganisatorische Schwachstellenanalysen
  • Überprüfung der Umsetzung des Konzeptes der Innenministerkonferenz (IMK – Konzept), hier insbesondere

    • Aus- und Fortbildung,
    • Sensibilisierung der Beschäftigten,
    • Personalrotation,
    • Stärkung der Führungsverantwortung,

  • sonstige korruptionshemmende Maßnahmen (z.B. Zustand des internen Kontrollsystems)
  • Bearbeitung von Eingaben
  • Auswertung von Prüfberichten anderer Verwaltungszweige
  • Strategische Beratung
  • Zentrale Anlaufstelle für Verwaltungs- und Nichtverwaltungsangehörige



Die Innenrevision beim Ministerium für Inneres und Kommunales nimmt zusätzlich folgende Aufgaben wahr:

  • Abstimmung ressortübergreifender / bundeseinheitlicher Maßnahmen
  • Fachaufsicht über die Innenrevisionen oder Organisationseinheiten mit korruptionspräventiver Zielsetzung (Aufstellen von Richtlinien, Prüfprogrammen, Auswertung der Prüfungen, Beratung, Koordination)