Wie kann die für ein Veranstaltungsgelände zulässige Personendichte berechnet werden?

Eine feste Zahl, die ausschließlich die Personendichte pro Quadratmeter freier Veranstaltungsfläche zugrunde legt, wird dem Gefährdungspotential von Großveranstaltungen nicht gerecht. Selbst wenn das Veranstaltungsgelände großzügig ist und die erwartete Besucherzahl grundsätzlich problemlos fassen kann, können beispielsweise kritische Engpässe entstehen, wenn die Besucherströme zeitgleich ankommen und der Zugang zum Gelände beengt ist. Die Veranstaltung selbst kann dazu führen, dass auf Teilflächen dichte Besucheransammlungen entstehen, weil Aufbauten den Weg versperren, sich Personen vor einer Bühne drängen oder attraktive Programmpunkte in einem Teilbereich stattfinden. Derartige Situationen sind bei der Beurteilung der Personendichte möglichst vorwegzunehmen und mit zu betrachten.

 

Hohe Personendichten sind nicht grundsätzlich vermeidbar. Es müssen aber Maßnahmen bereits in der Planungsphase überlegt werden, um damit umzugehen. Dazu zählen die Beobachtung von Personenströmen durch qualifiziertes Personal, Entlastungsflächen oder vorbereitete Maßnahmen zum Umlenken von Personenströmen. Auch das Absperren des gesamten oder eines Teils des Veranstaltungsgeländes kann im Einzelfall eine geeignete Maßnahme sein. Es ist dabei aber darauf zu achten, dass durch Sperrmaßnahmen keine neuen kritischen Situationen entstehen.

 

Anhaltspunkt für die Beurteilung der Personendichte ergeben sich aus dem Technischen Bericht der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes von Dr. Dirk Oberhagemann: "Statische und dynamische Personendichten bei Großveranstaltungen", vfdb TB 13-01, 1. Auflage März 2012, www.vfdb.de/download/TB_13_01_Grossveranstaltungen.pdf.