Über welche Qualifikation sollte ein privater Ordnungsdienst verfügen?

Der Veranstalter hat im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflichten darauf zu achten, dass der Ordnungsdienst so qualifiziert ist, dass er die konkrete Aufgabe bewältigen kann, die ihm nach dem Sicherheitskonzept zugedacht ist. An Personen, die Einlasskontrollen durchführen, sind andere Qualifikationen zu stellen, als etwa an Personen, deren Aufgabe beispielsweise die Information von Besucherinnen und Besuchern ist oder an diejenigen, die auf einer Veranstaltung auftretende Künstlerinnen und Künstler vor Übergriffen schützen.

 

Um den unterschiedlichen Aufgaben an den Ordnerdienst gerecht zu werden, sollten diese bei der Ausschreibung der Leistung oder, soweit ohne Ausschreibung beauftragt wird, im Auftragstext dargestellt werden. Darüber hinaus sollte auf Folgendes geachtet werden:

  • Verfügt das Unternehmen über Erfahrung mit ähnlichen Aufträgen bei Großveranstaltungen, welche Referenzen können hierzu nachgewiesen werden?
  • Berät das Unternehmen fachkundig zur Bemessung des Ordnungsdienstes?
  • Vertragliche Garantie des Mindestlohns für die Beschäftigten des Ordnungsdienstes.
  • Kann der Nachweis einer Haftpflichtversicherung gem. § 6 Bewachungsverordnung vorgelegt werden?