Bürgerstiftungen

Seit 1996 entstehen in Nordrhein-Westfalen wieder - in Orientierung an den erfolgreichen "community foundations" in den USA - sogenannte Bürgerstiftungen, auch Gemeinschaftsstiftungen genannt. Das sind selbstständige Stiftungen mit lokalem oder regionalem Bezug, die von einer Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern mit Gründungskapital ausgestattet werden - zum Teil unterstützt von ortsverbundenen Unternehmen. Nach ihrer Errichtung erhalten sie aus der Bürgerschaft vielfach weitere Zustiftungen zur Aufstockung des Stiftungsvermögens sowie andere Zuwendungen. Bei der Bestimmung, für welche konkreten Projekte die Stiftungserträge und Spenden zur Verfügung gestellt werden, und auch bei der Durchführung dieser Projekte bringen sich die beteiligten Bürgerinnen und Bürger in den Stiftungsgremien maßgeblich ein und aktivieren auch andere Bürgerinnen und Bürger.

Bürgerstiftungen sind damit ein besonders gelungenes Beispiel für die Übernahme demokratischer Mitverantwortung und die Förderung bürgerschaftlichen Zusammenhalts. Sie helfen vielfach dort, wo eine Unterstützung durch die Städte und Gemeinden nur eingeschränkt möglich erscheint, z.B. bei der Einrichtung von Jugendtreffs oder der Initiierung kultureller Veranstaltungen. Beispiele für solche Bürgerstiftungen sind die "Stadt Stiftung Gütersloh", die Hertener Bürgerstiftung und die Gemeinschaftsstiftung Arbeiterwohlfahrt Essen.

Manchmal werden neue Stiftungen von bestehenden Stiftungen mit "angestiftet", d.h. bei der Gründung oder in der Anlaufphase unterstützt (z.B. die Stiftung Deutsches-Glasmalereien-Museum in Linnich und die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen durch die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, die Stadt Stiftung Gütersloh durch die Bertelsmann Stiftung).

Weitere Informationen zu Bürgerstiftungen finden Sie auch in den Web-Angeboten www.netzwerk.nrw.de des Städte-Netzwerkes NRW und www.buergerstiftungen.de der Bertelsmann Stiftung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)