Verfassungsschutz

Antimuslimischer Rassismus – eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Der Koordinationsrat der Muslime und das Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam am 22. Oktober 2014 im MediaPark Köln die Fachtagung "Antimuslimischer Rassismus – eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung" veranstaltet. An der Tagung haben mehr als 200 Personen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Medien, der pädagogischen Praxis und zivilgesellschaftlichen Organisationen teilgenommen.

 

Im Folgenden dokumentieren wir die Tagung in Fotos, Manuskripten und Videosequenzen.



Begrüßung durch den Sprecher des KRM

Begrüßung durch den Minister

Vorbehalte gegenüber dem Islam

Haltungen und Stimmungen in Deutschland im internationalen Vergleich

Prof. Dr. Detlef Pollack, Universität Münster

 

 

Islamfeindlichkeit in den Medien

Alter Rassismus im neuen Gewand?

Prof. Dr. Kai Hafez, Universität Erfurt

Die „Islamisierung" der Einwanderungs­debatte

Warum Religion in Selbst- und Fremdbildern heute eine so große Rolle spielt

Prof. Dr. Birgit Rommelspacher, Alice Salomon Hochschule Berlin

Antimuslimische Agitation und Aggression im Rechtsextremismus

Dr. Christoph Busch, Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen


Dr. Thomas Pfeiffer, Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen

 

Eine komprimierte Darstellung der Diskursmuster und Formen der antimuslimischen Agitation im Rechtsextremismus finden Sie in dem Beitrag "WIR oder Scharia? Islamfeindliche Kampagnen im Rechtsextremismus" auf den Seiten 86 bis 95 des Dokumentationsbands der Tagung "Muslimfeindlichkeit – Phänomen und Gegenstrategien" der Deutschen Islam Konferenz am 4./5.12.2013 (der folgende Download-Link verweist auf die Website des Bundesministeriums des Innern - BMI).

Impulse – Wahrnehmungen antimuslimischer Haltungen durch Betroffene

Hatice Durmaz, Präsidentin des Rates muslimischer Studierender & Akademiker (li)

Gabriele Boos-Niazy, Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen (re)


Abschlussdiskussion

Was tun? Schritte gegen Vorbehalte und antimuslimischen Rassismus

 

 

(v. l. n. r.)

Joachim Frank, Chefkorrespondent Kölner Stadt-Anzeiger,

Hatice Durmaz, RAMSA

Najima El Moussaoui, Moderation

Gabriele Boos-Niazy, AMF

Burkhard Freier, Leiter des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen

Murat Kayman, Koordinationsrat der Muslime

Cornelia Benninghoven, Moderation


Inhalte

Hat Rassismus ein neues Gewand? Zerrbilder des Islam und Abwertungen von Musliminnen und Muslimen sind in Deutschland verbreitet wie kaum zuvor. Das zeigen empirische Studien, und das entspricht der Erfahrung vieler Menschen mit muslimischem Glauben. Vorurteile und Ausgrenzungen sind nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft verankert – sie reichen bis in ihre Mitte. Rechtsextremistische Parteien und Organisationen verstehen solche Ressentiments als „Türöffner": Sie schüren die Angst vor dem Islam und möchten so den Resonanzraum ihrer Propaganda erweitern.

 

Antimuslimischem Rassismus entgegenzuwirken und eine demokratische Kultur der Vielfalt zu stärken ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

 

Die Tagung

  • möchte Impulse geben,
  • sensibilisiert für Haltungen und Stimmungen in der Mitte der Gesellschaft,
  • analysiert Muster und Methoden rechtsextremistischer Agitation,
  • geht dem Thema aus wissenschaftlicher Perspektive nach
  • und anhand der Erfahrungen von Musliminnen und Muslimen,
  • sucht nach Wegen, um Zerrbildern und Ausgrenzungen vorzubeugen.

 

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren insbesondere aus muslimischen Gemeinden, Kirchen, Synagogengemeinden, Wissenschaft, pädagogischer Praxis, Medien, Politik und Verwaltung des Landes und der Kommunen sowie aus den Sicherheitsbehörden waren zu dieser Fachtagung herzlich eingeladen.

Moderation

Moderatorinnen Najima El Moussaoui und Cornelia Benninghoven

 

Einladungsflyer

"WIR oder Scharia"?

"WIR oder Scharia"? - Islamfeindschaft als Kampagnenthema im Rechtsextremismus"

 

170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nahmen am 23. November 2010 an der ausgebuchten Veranstaltung in der DITIB-Begegnungsstätte in Duisburg-Marxloh teil. Sie hörten informative Fachvorträge aus Wissenschaft und Verfassungsschutz.