Verfassungsschutz

Medien

Medien haben innerhalb des linksextremistischen Spektrums eine grundlegende Bedeutung für die propagandistische Verbreitung von Überzeugungen und Aufrufen. Genauso wichtig sind sie für die interne und externe Kommunikation von Personen, Gruppen und Institutionen.

Aus linksextremistischer Sicht ist es notwendig, mit der Verfügungsgewalt über eigene Medien eine Gegenöffentlichkeit zur vorherrschenden „bürgerlichen“ Medienwelt zu schaffen. Die klassischen Printmedien haben in den letzten Jahren im Vergleich zu den elektronischen Medien an Bedeutung verloren. Das Internet sowie die mit dem Begriff Web 2.0 zusammengefassten technischen Anwendungsmöglichkeiten im Internet (Weblogs, Video-Portale und social networks = „soziale Netzwerke“) erlauben eine weltweite, zeitnahe, preiswerte, relativ anonyme und interaktive Kommunikation und Verbreitung linksextremistischer Inhalte. Mittlerweile bieten vor allem ausländische Internet-Server, die Personen der linksextremistischen Szene gehören oder durch diese angemietet werden, die Möglichkeit einer autonomen Mediennutzung.