Verfassungsschutz

Regionale terroristische Organisationen

Ein Teil der islamistischen Bewegungen sieht Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele an und verübt regional begrenzt gezielte Gewaltaktionen. Gleichzeitig unterhalten diese Organisationen aber häufig auch zivile Zweige und betätigen sich im politischen oder karitativen Bereich.

Dazu zählt unter anderem die palästinensische HAMAS, ein Ableger der Muslimbruderschaft. Sie verfügt einerseits über einen bewaffneten Arm, der für zahlreiche blutige Anschläge auf Israelis innerhalb Israels und in den besetzten Gebieten verantwortlich ist. Andererseits unterhält sie ein weitverzweigtes Netz an karitativen Einrichtungen, mit denen sie Bedürftige unterstützt. Das gleiche gilt für die schiitische 'Hizb Allah' im Libanon, die lange Jahre gegen die israelische Besetzung des Süd-Libanon gekämpft hat und bis heute militärische Aktionen gegen Israel durchführt. Auch diese Organisation unterstützt neben ihrem bewaffneten Kampf mit ihren Hilfseinrichtungen Angehörige der unteren Schichten.

 

Auch die algerische 'Front Islamique du Salut' (FIS, 'Islamische Heilsfront'), war zunächst als politische Partei am demokratischen Leben des Landes beteiligt, legte sich mit der 'Armée Islamique du Salut' (AIS, 'Islamische Heilsarmee') dann aber ebenfalls einen militärischen Arm zu.

 

Diese Gruppierungen zeichnen einerseits verantwortlich für blutige Gewaltakte, die sie religiös legitimieren wollen. Andererseits erfüllen sie wichtige soziale und karitative Funktionen innerhalb ihrer Gesellschaften und können dadurch auf ein hohes Rekrutierungspotential zurückgreifen.