Verfassungsschutz

Arbeiterpartei Kurdistans (PKK); Volkskongress Kurdistans (KONGRA-GEL) und unterstützende Organisationen

Sitz/Verbreitung

Sitz im Nord-Irak; In Europa durch wenige weisungsberechtigte Funktionäre mit wechselnden Aufenthaltsorten vertreten durch CDK Koordinasyon Civata Ekolojik – Demokratik a Kurd Li Ewropa

Gründung/Bestehen seit

November 1978

Mitgliederzahl

Bund: 14.000, NRW: 2.200

Grund der Beobachtung / Verfassungsfeindlichkeit

In Westeuropa ist seit Ende März 1996 ein Kurswechsel zu weitgehend gewaltfreiem Verhalten erkennbar. Die PKK stellt wegen ihrer fortwährenden Bereitschaft, zu aktionsorientiertem und gewaltbereitem Verhalten zurückzukehren, nach wie vor eine Bedrohung der inneren Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland dar. Dies begründet ihre Beobachtung gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 VSG NRW.

Ihre Ziele verfolgt die PKK in den Kampfgebieten, aktuell insbesondere in Syrien sowie auch in der Türkei, nach wie vor mit Waffengewalt. Damit gefährdet die Organisation die auswärtigen Belange der Bundesrepublik Deutschland, so dass auch aus diesem Grunde eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz nach § 3 Abs. 1 Nr. 3 VSG NRW erforderlich ist.

Die Namen und Bezeichnungen von Organisationen, Bestrebungen und Tätigkeiten, bei denen zumindest gewichtige Anhaltspunkte für den Verdacht für die in § 3 Abs. 1 VSG NRW beschriebenen Merkmale vorliegen, sind zwischen den Zeichen » und « eingefasst.
weitere Stichworte
Mehr zum Thema

Was ist ...?

Kaderorganisation
KaderorganisationOrganisation mit ideologisch geschulter, ständig einsatzbereiter Funktionärsriege mit bestimmter Aufgabenteilung, wobei die Aufgabenzuständigkeit für die Funktionäre häufig wechselt.
Kurden
KurdenVolk in einem zusammenhängenden Verbreitungsgebiet im Grenzbereich Türkei/Irak/Iran und im Nordosten Syriens mit einer iranischen Sprache. Schätzungen der Be-völkerungszahl bewegen sich zwischen 12 Mio. und 26 Mio. Kurden, wovon mit etwas weniger als der Hälfte aller Kurden der größte Anteil in der Türkei lebt (im Iran rund ein Drittel, im Irak ein Viertel).
Marxismus-Leninismus
Marxismus-LeninismusWeiterentwicklung des Marxismus durch Lenin (1870-1924), der vor allem die revolutionäre Seite unterstreicht und dazu konkrete organisatorische und strukturelle Vorgaben gibt. So geht seine Lehre von der revolutionären Partei neuen Typs (Kaderpartei) davon aus, dass das Proletariat nur unter Führung einer solchen Partei den Sieg im Klassenkampf erreichen kann.
SozialismusSozialismusNach marxistisch-leninistischer Auffassung die erste (niedere) Phase des Kommunismus. Es ist die Gesellschaftsform, die nach allgemeinen Gesetzmäßigkeiten unmittelbar aus dem Kapitalismus hervorwächst. Der arabische Sozialismus erlebte seine Blütezeit in den 1960er Jahren. Ägypten und Gamal Abd al-Nasser spielte eine Vorreiterrolle in der Region und vollzog eine politische Annäherung an die Sowjetunion. Mit der arabischen Niederlage im Krieg gegen Israel von 1967 sind Nassers Ideen untergegangen.