Newsletter Nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr

Koordinierter Prozess Katastrophenschutz setzt neue Impulse

nlga171 | 20.06.2017
Einsatzfahrzeug

Bereits am 20. Januar 2017 hat das Innenministerium einen koordinierten Prozess Katastrophenschutz mit den dabei relevanten Akteuren gestartet. Dazu waren Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände, der Feuerwehren, der im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen, der Bezirksregierungen und auch der im Wege der Amtshilfe im Katastrophenschutz eingebundenen Organisationen, das Technisches Hilfswerk sowie die Bundeswehr eingeladen.

Mit dem am 1. Januar 2016 in Kraft getreten, neuen Gesetz für den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz wurden wichtige gesetzliche Weichen zur Verbesserung des Katastrophenschutzes gestellt. Im „Koordinierten Prozess Katastrophenschutz“ steht nun die praktische Umsetzung im Mittelpunkt.


Wir müssen damit rechnen, dass sich zukünftig Naturereignisse häufen. Der Sturm Ela und die Starkregenereignisse des vergangenen Sommers dürften nur erste Vorboten des Klimawandels gewesen sein. Außerdem ist NRW als Industrie- und ganz besonders als Chemiestandort ein Land mit besonderen Gefährdungslagen. In diesem Bereich sind Großeinsatzlagen ein sehr realistisches Szenario, das wir im Blick haben müssen. Durch den kritischen Dialog über die Rahmenbedingungen des Katastrophenschutzes soll deshalb im Koordinierten Prozess eine bestmögliche Anpassung an die aktuellen Herausforderungen erreicht werden.


Ziel des Prozesses ist, die derzeitigen Fähigkeiten des Katastrophenschutzes in NRW an aktuellen Gefährdungen zu messen und die Anforderungen gegebenenfalls anzupassen. Dazu soll die Zusammenarbeit aller am Katastrophenschutz Beteiligten möglichst effektiv und zukunftsfähig ausgestaltet werden. Der Prozess ist auf ein Jahr angelegt. Es werden ausgehend von einer Bestandsaufnahme des Katastrophenschutzes die aktuellen Herausforderungen betrachtet und Optimierungsmöglichkeiten ausgearbeitet und priorisiert. Die Ergebnisse sollen in einem Grundlagenbericht zusammengefasst werden, der Leitlinie für die weiteren Arbeiten im Katastrophenschutz sein kann.


Im ersten Termin konnten bereits in einem großen Brainstorming die Vorstellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur zukünftigen Gestaltung des Katastrophenschutzes zusammengetragen werden. Darauf baute der zweite Termin am 27. April 2017 auf. Mit der so genannten World Café Methode hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit in drei thematischen Diskussionsrunde konkrete Maßnahmen und Zielsetzungen zu ihren Vorstellungen herauszuarbeiten. Diese gilt es im weiteren Verlauf des Prozesses weiter auszuschärfen und für die Umsetzung zu priorisieren.

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