Newsletter Nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr

Jahresstatistik zur Gefahrenabwehr 2016

nlga172 | 22.11.2017
Bericht Gefahrenabwehr 2016

Mehr als 1,7 Millionen Mal sind die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr ausgerückt. Diese und weitere Zahlen haben die 22 kreisfreien Städte, eine Städteregion und 30 Kreise mit 374 Städten und Gemeinden im Land Nordrhein-Westfalen über die Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster an das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen für das Kalenderjahr 2016 übermittelt:

Der Brandschutz in Nordrhein-Westfalen wurde in 2016 wahrgenommen von:

  • 30 Berufsfeuerwehren mit 9.614 Beamtinnen und Beamten und 862 Tarifbeschäftigten,
  • 396 Freiwilligen Feuerwehren mit 87.304 Angehörigen,
    mit 4.469 hauptamtlichen Aktiven und 1.155 Tarifbeschäftigten und
  • 84 Werkfeuerwehren (ohne Bergbau) mit 5.183 Angehörigen.


Die Gesamtzahl der aktiven Angehörigen der Feuerwehren im Land Nordrhein-Westfalen – einschließlich der 21.188 Mitglieder der Jugendfeuerwehren und der 1.122 Mitglieder der Kinderfeuerwehren – betrug 124.411.


Die Anzahl der weiblichen Angehörigen der öffentlichen Feuerwehren betrug 10.143,
160 Frauen bei Berufsfeuerwehren, 6.162 Frauen bei Freiwilligen Feuerwehren, 3.670 Mädchen bei Jugendfeuerwehren und 326 Mädchen bei den Kinderfeuerwehren. Bei den Werkfeuerwehren waren 151 Frauen tätig.


Die durch die Kommunen als Träger der Aufgaben für den Brandschutz und die Hilfeleistung gemeldeten Aufwendungen betrugen im Jahr 2016 für Personal-, Sach- und Investitionskosten 1.177.857.247 Euro.
Aus der Feuerschutzsteuer wurden als Investitionspauschale Zuwendungen in Höhe von 35.620.000.00 Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen an die Kommunen weitergeleitet.


Im Brandschutz, der Hilfeleistung und dem Katastrophenschutz wurden im Jahre 2016 insgesamt 2.418 Angehörige der Feuerwehren verletzt. Es gab 3 tödliche Unfälle.


Zur Würdigung von Verdiensten auf dem Gebiet des Brandschutzes, der Hilfeleistung und des Katastrophenschutzes wurden im Kalenderjahr 2016 durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen 3.613 Ehrenzeichen an Angehörige der Feuerwehren und die im Katastrophenschutz Tätigen verliehen:

  • in 2.066 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber,
  • in 1.537 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold,
  • in 3 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold mit Goldkranz,
  • in 2 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe in Silber,
  • in 4 Fällen das Brand- und Katastrophenschutz-Verdienst-Ehrenzeichen in Silber und
  • in 1 Fall das Brand- und Katastrophenschutz-Verdienst-Ehrenzeichen in Gold.

 

2 Abwehrender Brandschutz


2.1 Brandeinsätze


Vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016 wurden die öffentlichen Feuerwehren (das sind die Berufsfeuerwehren und die Freiwillige Feuerwehren) in Nordrhein-Westfalen zur Bekämpfung von insgesamt 37.697 Bränden und Explosionen eingesetzt.


Brandobjekte:

  • 30,55 % der Brände entstanden in Wohngebäuden,
  • 10,63 % in Gewerbeobjekten,
  • 1,32 % in landwirtschaftlichen Anwesen und
  • 2,59 % in Verwaltungsobjekten,
  • 5,51 % waren Wald- und Wiesenbrände,
  • 8,25 % der Brände waren Brände an Fahrzeugen,
  • 4,56 % Brände entstanden in Pflege- und Betreuungseinrichtungen,
  • 36,59 % waren sonstige Brandstellen.

 

3 Technische Hilfeleistungen


Die Feuerwehren haben außerdem 125.030 technische Hilfeleistungen durchgeführt.
Hierbei wurden in

  • 28.467 Fällen Menschen und in
  • 8.366 Fällen Tiere aus Notlagen befreit.

In der Gesamtzahl der Hilfeleistungen sind unter anderem weiterhin enthalten:

  • 351 Betriebsunfälle,
  • 14.34 Verkehrsunfälle und Verkehrsstörungen,
  • 23.643 Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern,
  • 21.047 Wasser- und Sturmschäden.

 

4 Rettungsdiensteinsätze


Im Jahre 2016 haben die öffentlichen Feuerwehren des Landes Nordrhein-Westfalen im Rettungsdienst insgesamt 1.424.418 Notfalleinsätze und Krankentransporte durchgeführt.


Im Einzelnen:

  • Notfalleinsätze: 1.099.568,
  • Allgemeine Krankentransporte: 305.684,
  • Infektionstransporte 19.166.

 

5 Vorbeugender Brandschutz


5.1 Brandschutztechnische Stellungnahmen zu Bauvorhaben


Im vorbeugenden Brandschutz wurden von den Brandschutzdienststellen Stellungnahmen zu 34.529 Bauvorhaben abgegeben.


44,86 % dieser Stellungnahmen haben die Berufsfeuerwehren, 21,03 % die Freiwilligen Feuerwehren und 34,1 % die Brandschutzingenieure der Kreise erarbeitet.


Die Gutachten erstreckten sich auf Bauvorhaben von Industrie- und Gewerbebetrieben 27,23 %, Verkaufs- und Verwaltungsgebäuden 11,37 %, Hotels, Heimen, Krankenhäusern und Schulen 16,42 %, Versammlungs-, Ausstellungs- und Hochhausobjekten 7,67 % sowie auf Wohngebäude, Garagen, landwirtschaftliche Anwesen und Sonderobjekte wie z. B. große Verkehrsanlagen 37,31 %.

 


5.2 Brandverhütungsschau


Im Rahmen der Brandverhütungsschau wurden 24.797 Gebäude und Einrichtungen überprüft, die wegen ihrer Beschaffenheit, Verwendung oder Lage in erhöhtem Maße zu Bränden Anlass geben könnten, oder in denen im Brandfall eine große Zahl an Personen gefährdet sein würde.
33,6 % dieser Überprüfungen haben die Berufsfeuerwehren, 22,14 % die Freiwilligen Feuerwehren, 2,93 % die Werkfeuerwehren, 10,9 % die Brandschutzingenieure der Kreise und 30,43 % die Brandschutztechniker der Gemeinden durchgeführt.


27,85 % der Überprüfungen betrafen Industrie- und Gewerbebetriebe, 12,23 % Verkaufs- und Verwaltungsgebäude, 22,82 % Hotels, Heime, Krankenhäuser und Schulen, 12,13 % Versammlungs-, Ausstellungs- und Hochhausobjekte sowie 24,97 % Garagen, und Sonderobjekte.

 

6 Werkfeuerwehren

  • Brandeinsätze: 1.942
  • Technische Hilfeleistungen: 7.974
  • Rettungsdiensteinsätze:
    - Notfalleinsätze:7.095
    - Krankentransporte:4.819

 

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