Newsletter Nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr

Gewappnet für künftige Hochwasser

nlga162 | 05.09.2016
Sandsäcke

Ob Hochwasser am Rhein, an seinen Nebenflüssen oder irgendwo im Land durch sintflutartige Regenfälle verursacht: Das Land Nordrhein-Westfalen lagert für den Fall der Fälle eine landesweite Reserve von 1 Mio. Sandsäcken in Bonn ein.

 


Nach den verheerenden Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre an Oder und Elbe, bei deren Bewältigung auch viele Kräfte der Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen eingesetzt wurden, zeigte sich die Notwendigkeit, große Mengen Sandsäcke zentral zu bevorraten. Zwar halten alle Feuerwehren Reserven bereit, welche bei Hochwasserlagen sofort eingesetzt werden können, doch sind auch diese Vorräte bei flächendeckenden Ereignissen mitunter schnell erschöpft.

 


So wurde im Jahr 2015 in Abstimmung mit den Bezirksregierungen die Bevorratung von 1 Mio. leeren Sandsäcken als zentrale Maßnahme gemäß § 5 Abs. 5 des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (BHKG) beschlossen. Neben der Beschaffung galt es auch, eine geeignete und kostengünstige Lagermöglichkeit zu finden. Die Bundesstadt Bonn erklärte sich bereit, die Sandsack-Landesreserve im dortigen, kommunalen Katastrophenschutz-Zentrum kostenfrei einzulagern.

 


Auf einer Länge von 70 Metern lagern 83 Euro-Paletten, jede 120 cm hoch und 400 kg schwer. Auf jeder Palette befinden sich circa 12.000 leere Sandsäcke. Ab sofort können sie dort bei einem Schadenereignis abgerufen werden. Die Berufsfeuerwehr Bonn kümmert sich um die Herausgabe.
Der Transport zum Verwendungsort und das anschließende Befüllen obliegen den anfordernden Gefahrenabwehrbehörden.

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