Newsletter Nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr

Gefahrenabwehrbericht 2015

nlga162 | 05.09.2016
Feuerwehrwagen

Alles Wissenswerte aus dem Bereich des Brandschutzes, der Hilfeleistung und des Katastrophenschutzes aus dem Jahr 2015 in Zahlen, Daten und Fakten:

 

Die 22 kreisfreien Städte, eine Städteregion und 30 Kreise mit 374 Städten und Gemeinden im Land Nordrhein-Westfalen haben über die Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster an das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen für das Kalenderjahr 2015 die nachfolgend zusammengeführten Daten übermittelt.

 


1 Die Feuerwehren in NRW

Der Feuerschutz in Nordrhein-Westfalen wurde in 2015 wahrgenommen von:

 

  • 31 Berufsfeuerwehren mit 9.538 Beamtinnen und Beamten und 700 Tarifbeschäftigten,
  • 396 Freiwilligen Feuerwehren mit 85.933 Angehörigen mit 4.238 hauptamtlichen Aktiven und 962 Tarifbeschäftigten und
  • 84 Werkfeuerwehren (ohne Bergbau) mit 5.310 Angehörigen.

 

Die Gesamtzahl der Angehörigen der Feuerwehren im Land Nordrhein-Westfalen- einschließlich der 21.111 Mitglieder der Jugendfeuerwehren – betrug im Jahr 2015 121.892.

 

Die Anzahl der weiblichen Angehörigen der öffentlichen Feuerwehren betrug 9.248,149 Frauen bei Berufsfeuerwehren, 5.381 Frauen bei Freiwilligen Feuerwehren und 3.522 Mädchen bei Jugendfeuerwehren. Bei den Werkfeuerwehren waren 196 Frauen tätig.

 

Die durch die Kommunen als Träger der Aufgaben für den Feuerschutz und die Hilfeleistung gemeldeten Aufwendungen betrugen im Jahr 2015 für Personal-, Sach- und Investitionskosten 1.077.779.596 Euro.
Aus der Feuerschutzsteuer wurden als Investitionspauschale Zuwendungen in Höhe von 35.620.000.00 Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen an die Kommunen weitergeleitet.

 


Im Brandschutz, der Hilfeleistung und dem Katastrophenschutz wurden im Jahre 2015 insgesamt 2.220 Angehörige der Feuerwehren verletzt. Es gab einen tödlichen Unfall.

 

Zur Würdigung von Verdiensten auf dem Gebiet des Brandschutzes, der Hilfeleistung und des Katastrophenschutzes wurden im Kalenderjahr 2015 durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen 4.065 Feuerwehr-Ehrenzeichen verliehen:

 

  • in 2.330 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber,
  • in 1.729 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold,
  • in 5 Fällen das Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe in Silber,
  • in 1 Fall das Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe in Gold.

 

In 2015 wurde für besondere Verdienste der ehrenamtlichen Angehörigen der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz in 1 Fall das Katastrophenschutzehrenzeichen in Silber verliehen.

 

2 Abwehrender Brandschutz

2.1 Brandeinsätze

Vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 wurden die öffentlichen Feuerwehren (das sind
Berufsfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren) in Nordrhein-Westfalen zur Bekämpfung von insgesamt 41.203 Bränden und Explosionen eingesetzt.

 

Brandobjekte:

26,94 % der Brände entstanden in Wohngebäuden,
9,31 % in Gewerbeobjekten,
1,48 % in landwirtschaftlichen Anwesen und
1,70 % in Verwaltungsobjekten,
6,37 % waren Wald- und Wiesenbrände,
9,01 % der Brände waren Brände an Fahrzeugen,
3,38 % Brände entstanden in Pflege- und Betreuungseinrichtungen,
41,81 % waren sonstige Brandstellen. 
3 Technische Hilfeleistungen

 

Die Feuerwehren haben außerdem 123.815 technische Hilfeleistungen durchgeführt.

 

Hierbei wurden in

 

25.956 Fällen Menschen und in
7.057 Fällen Tiere aus Notlagen befreit.

 

In der Gesamtzahl der Hilfeleistungen sind unter anderem weiterhin enthalten:

 

358 Betriebsunfälle,
13.897 Verkehrsunfälle und Verkehrsstörungen,
22.223 Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern,
23.062 Wasser- und Sturmschäden.

 

4 Rettungsdiensteinsätze

 

Im Jahre 2015 haben die öffentlichen Feuerwehren des Landes Nordrhein-Westfalen im
Rettungsdienst insgesamt 1.341.622 Notfalleinsätze und Krankentransporte durchgeführt.

 

Im Einzelnen:


Notfalleinsätze: 1.010.437,
Allgemeine Krankentransporte: 310.794,
Infektionstransporte: 20.391.

 

5 Vorbeugender Brandschutz

5.1 Brandschutztechnische Stellungnahmen zu Bauvorhaben

Im vorbeugenden Brandschutz wurden von den Brandschutzdienststellen Stellungnahmen zu 34.194 Bauvorhaben abgegeben.

 

47,10 % dieser Stellungnahmen haben die Berufsfeuerwehren, 20,50 % die Freiwilligen Feuerwehren und 32,40 % die Brandschutzingenieure der Kreise erarbeitet.

 

Die Gutachten erstreckten sich auf Bauvorhaben von Industrie- und Gewerbebetrieben 26,42%, Verkaufs- und Verwaltungsgebäuden 11,4 %, Hotels, Heimen, Krankenhäusern und Schulen 15,08 %, Versammlungs-, Ausstellungs- und Hochhausobjekten 7,14 % sowie auf Wohngebäude, Garagen, landwirtschaftliche Anwesen und Sonderobjekte wie z. B. große Verkehrsanlagen 39,96 %.

 

5.2 Brandverhütungsschau

Im Rahmen der Brandverhütungsschau wurden 27.072 Gebäude und Einrichtungen überprüft, die wegen ihrer Beschaffenheit, Verwendung oder Lage in erhöhtem Maße zu Bränden Anlass geben könnten, oder in denen im Brandfall eine große Zahl an Personen gefährdet sein würde.

 

34,65 % dieser Überprüfungen haben die Berufsfeuerwehren, 18,61 % die Freiwilligen Feuerwehren, 3,56 % die Werkfeuerwehren, 9,63 % die Brandschutzingenieure der Kreise und 33,55 % die Brandschutztechniker der Gemeinden durchgeführt.

 

30,12 % der Überprüfungen betrafen Industrie- und Gewerbebetriebe, 11,67 % Verkaufs- und Verwaltungsgebäude, 20,84 % Hotels, Heime, Krankenhäuser und Schulen, 11,67 % Versammlungs-, Ausstellungs- und Hochhausobjekte sowie 25,7 % Garagen, und Sonderobjekte.

 


6 Werkfeuerwehren


Brandeinsätze: 2.062
Technische Hilfeleistungen: 7.908

Rettungsdiensteinsätze:
- Notfalleinsätze: 8.206
- Krankentransporte: 4.230

Weitere Informationen

Der komplette Gefahrenabwehrbericht 2015

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