Newsletter Nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr

Das Wetter unter Vertrag genommen

nlga162 | 05.09.2016
Vertrag mit dem Deutschen Wetterdienst

Starkregen, Sommergewitter oder Sturm Ela haben zuletzt gezeigt, wie wichtige eine frühzeitige Warnung vor Unwettergefahren ist. Mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) hat das Land Nordrhein-Westfalen deswegen die bestehende Verwaltungsvereinbarung zur Zusammenarbeit bei Unwettergefahren sowie im Katastrophenschutz erneuert.

 

Gegenstand der Vereinbarung ist die verbesserte Zusammenarbeit des DWD und des Landes Nordrhein-Westfalen bei Unwettergefahren sowie im Katastrophenschutz. Neben dem Lagezentrum der Landesregierung und dem Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste werden ab sofort flächendeckend auch die Bezirksregierungen (Meldeköpfe) und Kreise sowie kreisfreien Städte (Leitstellen) jeweils für ihren örtlichen Zuständigkeitsbereich unmittelbar seitens des DWD mit meteorologischen Informationen versorgt. Damit wurde landesweit ein einheitlicher Standard eingeführt. Ziel ist es, bei künftigen Unwetterlagen möglichst frühzeitig die gebotenen gefahrenabwehrrechtlichen Vorkehrungen treffen zu können. Daneben besteht für die Gefahrenabwehrbehörden weiterhin die Möglichkeit, die aktuelle Wettersituation über das Feuerwehrinformationssystem FeWIS aktiv mit zu verfolgen.

 

Zudem wurde erstmalig ein gesondertes Warnmanagement bei außergewöhnlichen Unwetterereignissen vereinbart. Droht überregional ein extremes Unwetter bzw. Unwetter mit erheblicher Gefahr für Verkehr, Infrastruktur und Bevölkerung, informiert der DWD das ständig erreichbare Lagezentrum der Landesregierung mit einem gesonderten Hinweis und gibt Auskunft über die voraussichtliche Entwicklung sowie über die Auswirkungen des Unwetters zum Zwecke der Gefahrenabwehr.

 

Ferner erbringt der DWD gegenüber dem Land Nordrhein-Westfalen weitere Beratungsleistungen. So unterstützt er das MIK insbesondere im Nachgang von Unwetterlagen mit meteorologischen Auswertungen, z.B. bei der Klassifizierung von markanten Unwetterereignissen. Darüber hinaus wird der DWD nun als Ereignisspezifisches Mitglied des Krisenstabes der Landesregierung geführt.

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