Freiwillige Feuerwehr sucht Nachwuchs: MIK startet NRW-weite Kampagne

Bild: Ministerium für Inneres und Kommunales NRW

Brände, Unfälle, Überschwemmungen - Nordrhein-Westfalen ist auf die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr angewiesen. Doch der demographische Wandel könnte schon bald zu Nachwuchsproblemen führen. Das Ministerium für Inneres und Kommunales steuert dagegen an: mit einer groß angelegten Kampagne.

 

Es ist der Spaß an der Technik, es sind die Freundschaften und es ist ganz klar auch der Adrenalinkick - Ole Rupperath ist seit 22 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr in Wuppertal und er könnte sich keine bessere Freizeitbeschäftigung vorstellen.

 

Gerade in Nordrhein-Westfalen ist die Freiwillige Feuerwehr beliebt. Trotzdem: In jeder Lebensphase ist es eine Herausforderung, genug Zeit für Übungen und Einsätze zu finden. Der durchorganisierte Schulalltag, die Familienplanung, die Karriere oder die Pflege von Angehörigen kollidieren oftmals mit dem Ehrenamt. Durch den demographischen Wandel ist zu befürchten, dass sich die Mitgliederzahlen in den nächsten Jahren verschlechtern werden. Das wollen der Verband der Feuerwehren in NRW und das Ministerium für Inneres und Kommunales verhindern.

NRW-weite Kampagne „Für mich-für alle“

Mit der Kampagne „Für mich- für alle“ wollen sie die Freiwilligen Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen stärken und ihnen helfen, neue Mitglieder zu gewinnen. In einer Roadshow durch sechs NRW-Städte wird den Feuerwehren zunächst der Hintergrund der Kampagne vorgestellt und erklärt. 2017 soll es dann Workshops geben, in denen VertreterInnen der Feuerwehren aus den Kommunen selbst lernen und üben, wie sie eine eigene Kampagne durchführen können. „Gerade dieser persönliche Kontakt ist wichtig“, sagt Innenminister Ralf Jäger. „So bekommt das Ehrenamt bei der Feuerwehr ein Gesicht.“

Ein wichtiger Teil der Gefahrenabwehr

Die Kampagne folgt aus dem NRW-Projekt ‘FeuerwEhrensache'. Mit mehr als 130.000 Mitgliedern ist die Freiwillige Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen ein ganz wichtiger Teil der Gefahrenabwehr. „Ohne die Freiwilligen Feuerwehren wären die Menschen in Nordrhein-Westfalen vor Bränden, Unwettern und anderen Gefahren sehr viel schlechter geschützt“, betont Innenminister Jäger. Deshalb hofft er, dass sich durch die Kampagne noch viele Menschen finden, wie Ole Rupperath, der mit zwei kleinen Kindern auch manchmal ganz schön puzzeln muss, um Privatleben und Feuerwehr unter einen Hut zu bekommen. Darauf verzichten möchte er aber auf gar keinen Fall.

 

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