8. GDI-Forum NRW: Digitale Geodaten aus NRW für Europa

8. GDI-Forum NRW

Sie sind wichtig bei der Straßenplanung, für die Arbeit von Polizei und Feuerwehr und sie sind ein wahrer Schatz für Softwareentwickler – Geodaten. Beim 8. GDI-Forum NRW haben sich Fachleute von Land, Kommunen, aus der Wissenschaft und Wirtschaft über die neuesten Entwicklungen ausgetauscht.

 

Mehr als 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind der Einladung des Ministeriums des Innern NRW und der Kommunalen Spitzenverbände gefolgt. Geodaten haben eine enorme Bedeutung insbesondere auch für die Bereiche Polizei und Gefahrenabwehr. Das hob Staatssekretär Jürgen Mathies bereits in seiner Begrüßungsrede hervor. So seien Geodaten beispielsweise unentbehrlich bei der Bekämpfung von Hochwasser oder zur polizeilichen Situationsdarstellung an Tatorten. Er verwies darüber hinaus auf die Mehrwerte grenzübergreifender standardisierter Daten, die im Kontext der europäischen INSPIRE-Richtlinie (Infrastructure for Spatial Information in Europe) aber auch im Interesse des Open Government aus Nordrhein-Westfalen bereitgestellt werden können.

Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur

Aus Anlass des 10 Jährigen Bestehens der Richtlinie ging es im Vormittagsprogramm vor allem um den Status Quo und die weiteren Maßnahmen zum Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur auf den verschiedenen Verwaltungsebenen von Bund, Ländern und Kommunen. Bis in das Jahr 2021 sollen Geodaten zu ausgewählten Themen wie z.B. Adressen, Gebäude, Gewässer, Gesundheit, Demographie und Schutzgebiete in einem einheitlichen Standard digital bereitgestellt werden.

BIM- Ein Blick in die nahe Zukunft

Am Nachmittag stand dann die Geodateninfrastruktur Nordrhein-Westfalen im Vordergrund. Neben der Darstellung des amtlichen Raumbezugs als Basis für sämtliche Geodaten im Land wurden neue Bereitstellungsmöglichkeiten über das Internet erläutert. Mit dem Thema BIM - dem Building Information Modelling - wurde auch in die nahe Zukunft geschaut. BIM bezeichnet eine Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks relevante Informationen und Daten zwischen den Beteiligten erfasst, verwaltet und ausgetauscht werden können. Insgesamt zeigte die Veranstaltung, dass Geodaten eine wesentliche Ressource des Open und des E-Government sind und sich als Best Practices für den Prozess der Digitalisierung von Verwaltungsabläufen anbieten.

Zu den Vorträgen

Weitere Informationen zu den amtlichen Geodaten finden sich unter www.geoportal.nrw.