Weniger Verkehrsunfälle in NRW - Innenminister stellt Unfallbilanz des ersten Halbjahres 2003 vor - Behrens: Positiver Trend setzt sich fort

Pressemitteilungen | 11.08.2003

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 11.08.2003

Das Innenministerium teilt mit:

„Nordrhein-Westfalens Straßen werden immer sicherer“, so Innenminister Dr. Fritz Behrens heute (11.08.) bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz in Düsseldorf. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist im ersten Halbjahr 2003 um 1,1 Prozent auf

269 624 zurückgegangen. Dabei starben 414 Menschen, 64 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Zahl der Schwerverletzten sank um 335 auf 7 751, die der Leichtverletzen um 946 auf 33 663. „Hier setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort“, so Behrens. „Intensive Polizeikontrollen, der Einsatz von Video-Fahrzeugen gegen Raser und Drängler auf Autobahnen und die zahlreichen Aktionen zur Prävention zeigen ihre Wirkung.“

Deutlich weniger Unfälle zwischen Januar und Juni 2003 registrierte die Polizei auch auf Nordrhein-Westfalens Autobahnen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl um 818 Unfälle auf

18 522 zurück. Die Zahl der Verunglückten nahm hierbei um 11,4 Prozent ab (2003: 3 232). Drastisch gestiegen (plus 30,1 Prozent auf 95) sind allerdings die durch alkoholisierte Autofahrer hervorgerufenen Unfälle mit Sachschaden. „Die Wirkung von Alkohol im Straßenverkehr wird nach wie vor unterschätzt. Die Zahl der Unfälle beweist aber, dass nach Alkoholkonsum gilt: Hände weg vom Steuer“, betonte der Innenminister.

Weitere Einzelheiten der aktuellen Verkehrsunfallstatistik für Januar bis Juni 2003:

·Radfahrer: Um 14,6 Prozent auf 47 stieg die Zahl der getöteten Zweiradfahrer. Einen Anstieg um 5,1 Prozent gab es bei den Verletzten auf insgesamt

7 287.

·Motorisierte Zweiradfahrer: Die Polizei zählte 85 (2002: 106) Getötete; ein Rückgang um 19,8 Prozent. Um 0,1 Prozent (plus fünf) auf nun 5 965 stieg hier die Zahl der Verletzten.

·Reisebusse: Insgesamt 89 Unfälle (2002: 111), keine Getöteten, drei Schwerverletzte (+/- 0) und 20 Leichtverletzte (minus 39).

·Senioren: 95 Menschen über 65 Jahre starben bei Verkehrsunfällen; dies sind vier mehr als 2002. Verletzt wurden 3 525 (plus 5,5 Prozent). 13 (minus eins) ältere Menschen wurden am Steuer eines Pkw getötet, 33 (plus 16) als Radfahrer und 40 (+/- 0) als Fußgänger.

·18- bis 24-Jährige: Gesunken ist hier die Zahl der Verkehrstoten dieser Altersgruppe um acht auf 81. Einen ähnlich deutlichen Rückgang um 8,7 Prozent auf 7 523 gab es bei den Verletzten. Bei den jungen Pkw-Fahrern registrierte die Polizei 5 557 verunglückte Männer und Frauen. Dies sind 9,9 Prozent weniger.

·Kinder: Die Anzahl der bei Unfällen getöteten Kinder (bis 15 Jahre) ging von 18 um 16,7 Prozent auf 15 zurück. Um 0,6 Prozent ist die Zahl der verletzten Jungen und Mädchen zurückgegangen. Während die Zahl der verunglückten Kinder, die als Fußgänger unterwegs waren, um 7,3 Prozent auf 1 623 sank, stieg die der verunglückten Radfahrer um 5,4 Prozent auf 1 671.

„Die jüngsten Verkehrsteilnehmer brauchen nach wie vor unsere besondere Aufmerksamkeit“, machte Behrens deutlich. Deshalb wird die nordrhein-westfälische Polizei auch wieder die ersten Wochen des neuen Schuljahres mit gezielten Kontrollen begleiten. Dabei überwachen die Polizisten regelmäßig die Schulwege, messen die Fahrgeschwindigkeiten im Umfeld von Schulen und Kindergärten und prüfen die Schulbusse. Die Verkehrserziehung der Kinder wird intensiviert. „Im Straßenverkehr müssen alle wachsam sein, um tragische Unfälle auf zu vermeiden“, appellierte der Innenminister.

 

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