Urlaubszeit ist Hochsaison für Kriminelle - Innenminister Behrens warnt: Gauner machen keine Ferien!

Pressemitteilungen | 19.07.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 17.07.2004

Das Innenministerium teilt mit:

Entgegen dem Klischee vom "nächtlichen Besucher" werden weit über ein Drittel der Wohnungseinbrüche tagsüber begangen. Bei Wohnungseinbrüchen während der Urlaubsabwesenheit kann der Wohnungsinhaber oftmals im Nachhinein die exakte Tatzeit nicht genau angeben. Die meisten "Tageswohnungseinbrüche" ereignen sich in Großstädten, aber auch die ländlichen Gegenden werden heimgesucht. „Gauner fahren nicht in den Süden! Die bleiben im Land und nutzen die günstige Gelegenheit zum Einbruch. Wer vorbeugt, der fährt entspannt in den Urlaub“, mahnte der nordrhein-westfälische Innenminister Dr. Fritz Behrens heute (17.07.) in Düsseldorf.

Doch auch die Reise selbst birgt Gefahren: Gangster und Ganoven, die sich auf Touristen spezialisiert haben, werden auch in dieser Sommersaison wieder überall da sein, wo Reisende Erholung suchen. Urlauber wirken auf sie wie Magneten. „Die Urlauber sind viel zu oft leichtsinnig und unbesorgt, kennen sich im Urlaubsland nicht aus, tragen Wertvolles mit sich herum oder lassen es unbeachtet liegen“, mahnte Behrens. Unaufmerksamkeit wird auf den Rasthöfen zur Gelegenheit zum Diebstahl aus dem abgestellten Fahrzeug. Scheinbar hilflose Fahrzeugführer lassen sich auf einer ausgebreiteten Karte so lange den Weg erklären, bis Komplizen alle Wertsachen aus dem unverschlossenen Wagen gestohlen haben. Behrens: „Bis die Bestohlenen reagieren können, sind die Diebe längst über alle Berge!“

 

Besonders erinnerte der Minister an das dreiste Vorgehen der Kriminellen auf Rast- und Parkplätzen während der vergangenen Jahre: Camper in Wohnmobilen und Caravanen waren hier Ziel der Räuber. Mit Gas wurden Schlafende betäubt und die Wertgegenstände entwendet. „Seien sie aufmerksam, halten sie Fahrzeuge verschlossen und suchen sie nur stark frequentierte Plätze auf“, forderte Behrens Reisende auf.

Wie kann auch ich mein Haus gegen Einbruch sichern, wann codiert die Polizei wieder Fahrräder, wie reagieren Alarmanlagen oder was ist eine Wegfahrsperre? „Solche Fragen der technischen Prävention beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, die es bei jeder Polizeibehörde gibt“, sagte Behrens. Im persönlichen Gespräch wird technisches Wissen und Tipps zum eigenen Verhalten vermittelt. Über die Internetseite www.propk.de kann die nächste Beratungsstelle in der Nähe gesucht werden. Informationen gibt es auch auf den Internetseiten der Polizeibehörden in NRW unter dem Stichwort „Vorbeugung oder Prävention“.

 

 

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