Über 500 Feuerwehreinsätze wegen Wald- und Flächenbränden in NRW - Rund 160.000 m² Wald und Wiesen in 14 Tagen verbrannt - Mehr als 250 Überwachungsflüge - Behrens: Großteil der Brände vermutlich durch Brandstiftung entstanden

Pressemitteilungen | 19.08.2003

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 19.08.2003

Das Innenministerium teilt mit:

In Nordrhein-Westfalen hatten die Feuerwehren in der Zeit vom 5. bis zum 17. August über 500 größere Einsätze wegen Wald- und Flächenbränden. Die letzte Hitzewelle hatte damit in der genannten Zeit mehr als doppelt so viel Wald- und Flächenbrände zur Folge wie in Vergleichszeiträumen der vergangenen Jahre. "Die letzten Wochen waren eine im wahrsten Sinne heiße Zeit. Dank des hervorragenden Einsatzes aller Feuerwehrkräfte im Land konnten wir uns aber jederzeit sicher fühlen", betonte Innenminister Dr. Fritz Behrens heute ein Düsseldorf.

Insgesamt standen in NRW rund 50.000 m² Wald- und etwa 110.000 m² Grasflächen, Felder und Böschungen in Brand. "Das sind erschreckende Zahlen", erklärte der Minister. "Schlimm ist auch: Wir müssen davon ausgehen, dass ein Großteil der Brände durch fahrlässige oder sogar vorsätzliche Brandstiftung entstanden ist."

Die Bezirksregierungen ordneten in den letzten 14 Tagen zusammen mehr als 250 Überwachungsflüge an. Zahlreiche Feuer konnten auf diese Weise im Anfangsstadium entdeckt und schnell wirksam bekämpft werden. "Diese Flüge haben sich bewährt", erklärte Behrens. Auch die enge und gute Zusammenarbeit mit den Forstbehörden sowie die erhöhte Aufmerksamkeit der Menschen, beispielsweise von Spaziergängern, habe wesentlich dazu beigetragen, dass es keine flächendeckende Brandkatastrophe gegeben habe. "Allen Beteiligten gilt mein herzlicher Dank für ihren unermüdlichen Einsatz", so Behrens.

Der Innenminister wies darauf hin, dass in einigen Landesteilen immer noch eine hohe Waldbrandgefahr herrscht. "Die Wetterlage hat sich zwar etwas entspannt, aber das ist kein Grund, sorglos zu werden", mahnte Behrens. Er warnte erneut vor den Gefahren von offenen Feuern, achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen oder Flaschen, die wie Brenngläser wirken können. "Die Trockenheit ist so extrem, dass vielerorts immer noch der kleinste Funke genügt, um einen Brand zu entfachen", sagte der Innenminister.

Aktuelle Informationen zu den Waldbrandgefahrenstufen in Deutschland bietet unter www.dwd.de/de/SundL/Landwirtschaft/Leistungen/waldbrand.htm der Deutsche Wetterdienst.

 

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