Strafanzeigen online - Die erste Auswertung - Innenminister Behrens: "Bürgernaher Service in ganz Nordrhein-Westfalen"

Pressemitteilungen | 11.06.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 11.06.2004

Das Innenministerium teilt mit:

Immer mehr Menschen nutzen das bestehende Angebot der NRW-Polizei, Strafanzeigen online zu erstatten. Diesen bürgernahen Service bieten seit einigen Monaten flächendeckend alle Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen an. „Wir wollen diesen technischen Fortschritt nutzen. Durch dieses für die Bürger sehr bequeme und schnelle Verfahren erfährt die Polizei von mehr Straftaten - mit steigender Tendenz“, erklärte Innenminister Dr. Fritz Behrens heute in Düsseldorf.

Die Zahlen in der Kriminalstatistik erhöhen sich durch die angezeigten Straftaten, weil das kriminelle Dunkelfeld aufgehellt wird. Umfragen haben nämlich ergeben, dass jede dritte Online-Anzeige ohne Hilfe des Internets nicht gestellt worden wäre. Insgesamt wurden seit der landesweiten Freischaltung Mitte März 3 346 Straftaten online angezeigt sowie 863 allgemeine Email-Anfragen gestellt.

Bei der Polizei in Köln sind mit bisher 421 landesweit die meisten Emails eingegangen. Überwiegend Strafanzeigen, aber auch Beschwerden und Verkehrsdelikte. Registriert wurden beispielsweise auch Email-Anfragen zum Einbruchsschutz, zu den Führerscheinklassen oder Bewerbungen bei der Polizei. „Es ist zukunftsweisend, dass die Bürgerinnen und Bürger zunehmend auch auf diesem Wege Zugang zur Polizei bekommen“, meinte Behrens.

Die befürchteten technischen Fehler blieben bislang aus. „Das System funktioniert gut. Individuelle Bedienfehler sind natürlich nie zu vermeiden. Im Zweifel sollte telefonisch Kontakt mit der Polizei aufgenommen werden“, erklärte Behrens.

Das System gibt jedem Anzeigenerstatter nach dem Ausfüllen und Versenden des Formulars einen Hinweis auf die zuständige Polizeidienststelle, wo der Fall weiter bearbeitet wird. Geht die Anzeige bei der zuständigen Behörde ein, wird von dort aus der Eingang und die sachbearbeitende Dienststelle per Email bestätigt. So besteht jederzeit die Möglichkeit, mit dem zuständigen Sachbearbeiter Kontakt aufzunehmen. Umgekehrt kann das natürlich auch der Fall sein. Etwa dann, wenn beispielsweise Tathergänge oder Ermittlungsansätze unvollständig beschrieben sind. „Deshalb ist es wichtig, die Online-Anzeige genau auszufüllen und telefonisch erreichbar zu sein. Denn der Gang zur Polizei bleibt dem Anzeigenerstatter unter Umständen doch nicht erspart“, erläuterte Behrens abschließend.

 

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