Polizeibeamte dem Verbrechen schneller auf der Spur - POLAS - das neue elektronische Gedächtnis der NRW-Polizei - Behrens gibt Startschuss für neueste Informationstechnologie

Pressemitteilungen | 28.07.2003

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 28.07.2003

Das Innenministerium teilt mit:

In NRW sind Polizeibeamte dem Verbrechen in Zukunft schneller auf der Spur. Das neue Polizeiliche Auskunftssystem heißt POLAS und ist das elektronische Gedächtnis der Polizei. Damit können Polizeibeamte sich besser über gefährliche bzw. gesuchte Personen informieren. Gleiches gilt für gestohlene Fahrzeuge oder Gegenstände. Innenminister Dr. Fritz Behrens gab heute in Düsseldorf den Startschuss für die neue Informationstechnologie. „Durch modernste Technik wissen unsere Polizisten schneller, mit wem sie es zu tun haben“, stellte Behrens fest. „Das beschleunigt die Verbrecherjagd und macht sie sicherer.“ Nordrhein-Westfalen nimmt als eines der ersten großen Bundesländer POLAS flächendeckend in Betrieb.

Das fortschrittliche Computernetz der Polizei in NRW verbindet landesweit 26 000 Polizeirechner in über 450 Dienststellen. Durch moderne Web-Internet-Technik sind Datenauskünfte an jedem dieser PC möglich. Polizeibeamte können so an nahezu allen Arbeitsplätzen mit POLAS schneller und effektiver ermitteln als bisher. Außerdem ist die neue Software wesentlich anwenderfreundlicher. Die grafische Oberfläche ist leicht zu bedienen und bereits vielen durch andere Programme bekannt.

Die Internet-Technologie von POLAS ist auf einem Zentral-Rechner in Duisburg gespeichert. Dadurch können notwendige Änderungen einmalig eingegeben werden und sind sofort im ganzen Land verfügbar. „Das neue System spart Zeit, Geld und ist immer auf dem aktuellsten Informationsstand“, betonte der Minister. „Im Interesse der Polizei und der Steuerzahler hat die Landesregierung für die Gesamtentwicklung von POLAS 2,6 Millionen Euro investiert. Das Geld ist hier gut angelegt.“

POLAS ist auf die zukünftigen Bedürfnisse der Polizei zugeschnitten. So kann es sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene mit benachbarten polizeilichen Fahndungs- und Auskunftssystemen verknüpft werden. Die Software kann flexibel erweitert und verändert werden. Technisch ist es bereits heute möglich, Daten über drahtlose Verbindungen des Polizeinetzes abzufragen. Dies ist wichtig, um später auch Funkstreifenwagen oder Fußstreifen mit mobilen PC auszustatten. „Damit ist POLAS NRW ein Baustein, der einen ganzheitlichen Ansatz unterstützt“, unterstrich der Minister. „So sind wir für die Zukunft besser gerüstet.“

 

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