Polizei NRW startet mit drei Anwendungen ins E-Government: Online-Anzeige, Online-Beschwerde und Online-Bewerbung - Barrierefrei für blinde, gehörlose und motorisch behinderte Menschen - Innenminister Behrens: Bequemer und schneller Service

Pressemitteilungen | 22.03.2004

Innenministerium NRW

Hannover, 22.03.04

 

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen startet mit drei Anwendungen ins E-Government: Ab heute kann jedermann per Internet unter www.polizei.nrw.de Anzeigen erstatten, Beschwerden einreichen oder sich bei der Polizei bewerben. Innenminister Dr. Fritz Behrens drückte auf der Computer-Messe CEBIT in Hannover symbolisch den Startknopf: "Das Internet wird auch die polizeiliche Zukunft bestimmen. So können wir den Menschen größtmöglichen Service bieten", erklärte er. Die Anwendungen sollen deshalb laufend weiterentwickelt und Zug um Zug ergänzt werden.

Die im Internet bereitgestellten Formulare sind bewusst sprachlich einfach gehalten sowie mit erklärenden Texten und Videos in Deutscher Gebärdensprache versehen. "Das typische Amtsdeutsch gehört spätestens mit dem Anbruch des Internet-Zeitalters der Vergangenheit an", betonte Behrens. "Es ist es uns außerdem wichtig, dass unser Angebot barrierefrei ist, also für blinde, gehörlose und motorisch behinderte Menschen genauso offen wie für Nichtbehinderte."

Das Angebot, Strafanzeigen online zu erstatten, wurde im vergangenen Jahr bereits in neun Polizeibehörden erfolgreich getestet: In Aachen, Bochum, Duisburg, Höxter, Köln, im Oberbergischen Kreis, in Paderborn, Wesel und Wuppertal. Von dem neuen Angebot haben die Menschen in den Testgemeinden regen Gebrauch gemacht, so in Köln in etwa 4 500 Fällen, das sind über 3,5 % der dort erstatteten Anzeigen. "Dieses Verfahren ist nicht nur für die Bürger sehr bequem und schnell. Die Polizei erfährt so auch von mehr Straftaten“, erläuterte Behrens. Umfragen haben ergeben, dass jede dritte Online-Anzeige ohne Hilfe des Internets gar nicht gestellt worden wäre. Das bedeutet in Zahlen: Rund 1 500 tatsächlich begangene Straftaten wären der Kölner Polizei ohne diese Möglichkeit nicht bekannt geworden.

Fotos vom Besuch des Innenministers auf der CEBIT und dem Pressetermin können ab sofort (22.03.04, 15.00 Uhr) unter www.im.nrw.de/pressefotos abgerufen werden.

 

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