Polizei in NRW hat Sicherheitsmaßnahmen verschärft - Behrens: "Nach Anschlag von Madrid ist höchste Wachsamkeit geboten"

Pressemitteilungen | 15.03.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 15.03.04

 

Die nordrhein-westfälische Polizei hat ihre ohnehin schon hohen Sicherheitsvorkehrungen in einzelnen Bereichen verschärft. „Wir ziehen damit die notwendigen Konsequenzen aus den aktuellen Bewertungen der Sicherheitsbehörden im In- und Aus-land nach dem verbrecherischen Anschlag von Madrid“, erklärte NRW-Innenminister Dr. Fritz Behrens heute (15.03.) in Düsseldorf. Es gebe zwar keine konkreten Anhaltspunkte für einen gezielten Anschlag in Deutschland. Behrens unterstrich aber: „Das Attentat in Spanien hat deutlich gemacht, dass wir uns auf eine neue Qualität des islamistischen Terrorismus einstellen müssen. Auch Nordrhein-Westfalen ist Teil des europäischen Gefahrenraumes.“

„Wir wollen uns, so gut es geht, gegen die islamistischen Terrorkommandos wappnen“, erläuterte der Minister. Deshalb sind Polizei und andere Sicherheitsbehörden zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen. Die Sicherheitsexperten gehen nach wie vor von einer besonderen Gefährdung vor allem für us-amerikanische, israelische, jüdische und britische Einrichtungen aus. Auch Einrichtungen von Staaten, die mit den USA an der Intervention im Irak beteiligt waren sind gefährdet. Behrens machte klar, dass es trotz größter Anstrengungen der Polizei keine hundertprozentige Sicherheit geben könne.

Der NRW-Innenminister warnte vor Panikmache: „Die allermeisten hier lebenden Muslime sind friedlich und lehnen den Terror ab“, unterstrich Behrens abschließend.

 

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