Ordnungspartnerschaft "Graffiti" in Münster erfolgreich - Behrens: Beispielhaft und vorbildlich

Pressemitteilungen | 09.07.2004

Innenministerium NRW

Münster, 09.07.04

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen geht massiv gegen illegales Graffiti vor. Die Farbschmierereien beschädigen und verunreinigen Wohnhäuser, Lärmschutzwände, Brücken und Eisenbahnzüge. Innenminister Dr. Fritz Behrens bezeichnete die "Ord-nungspartnerschaft Graffiti" in Münster heute bei ihrer Präsentation als "beispielhaft und vorbildlich": In enger Zusammenarbeit mit Bundesgrenzschutz, Kommune, Kirchen, Verkehrsbetrieben und Einzelhandel ist es der Polizei gelungen, mit diesem Präventionsprojekt die illegalen Schmierereien seit 2001 stark einzudämmen. "Der Erfolg gibt dem auf Vorbeugung ausgerichteten Konzept der Polizei Recht", betonte Behrens.

Der Münsteraner Ansatz ist überzeugend: Als Patentrezept hat sich die rasche Entfernung des Graffiti erwiesen. Die Erfahrung zeigt, dass schnell weitere Bemalungen folgen, wenn Graffiti zu lange sichtbar bleibt. "Jeder Sprayer will nun mal seine Mar-kierung hinterlassen", so der Innenminister. Das Konzept bezieht nicht nur Geschädigte wie beispielsweise Hauseigentümer oder die Deutsche Bahn ein, sondern auch die Jugendlichen in Schulen und Jugendheimen. Mehrstündige Programme sollen ihnen deutlich machen, dass Graffiti illegal und strafbar ist. "Neben dem Strafverfahren drohen den Jugendlichen außerdem auch die oft immensen Kosten für die Reinigung", erläuterte Behrens.

Ordnungspartnerschaften versuchen, die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen. "Das ist hier in Münster besonders gut gelungen", lobte Behrens. Die Bevölkerung, die direkt Geschädigten und die Jugendlichen kommen durch Öffentlichkeitsarbeit und gezielte Aktionen miteinander ins Gespräch. Die Jugendlichen können zum Beispiel per E-Mail Vorschläge für legale Sprayflächen einreichen. Die Ordnungspartnerschaft prüft dann die mögliche Freigabe. Ergebnisse dieser erlaubten Aktionen auf freien Flächen werden ebenfalls im Rahmen der Präsentation in Münster gezeigt.

Dank intensiver Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bundesgrenzschutz mit der Ermittlungsgruppe Graffiti konnten einem Täter allein in 37 Fällen von Ende 2003 bis Februar 2004 Sachbeschädigungen von über 700.000 Euro nachgewiesen werden. Die bei der Polizei Münster eingerichtete Graffiti-Datenbank verzeichnete 16 des selben Täters.

Weitere Informationen: www.graffiti-muenster.de

 

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