NRW steigert 2016 die Zahl freiwilliger Ausreisen und Abschiebungen deutlich - Innenminister Jäger: Die freiwillige Ausreise ist der menschlichste, einfachste und kostengünstigste Weg

Pressemitteilungen, Ausländerfragen | 24.01.2017

Aus NRW reisten im Jahr 2016 insgesamt 26.611 Asylsuchende freiwillig wieder aus oder wurden abgeschoben. Gegenüber dem Vorjahr mit 15.842 Gesamtausreisen bedeutet das eine Steigerung von 68 Prozent.

Im Jahr 2016 haben sich in NRW insgesamt 21.490 Asylsuchende für eine freiwillige Ausreise entschieden - mehr, als in jedem anderen Bundesland und 88 Prozent mehr als 2015. Bis Ende Dezember wurde von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) für 16.513 Fälle eine Förderung bewilligt. Weitere 4.977 Personen sind ohne Förderung durch die IOM ausgereist. "Wir setzen in NRW erfolgreich vor allem auf die freiwillige Ausreise. Denn das ist der menschlichste, einfachste und kostengünstigste Weg der Rückkehr", sagte Innenminister Ralf Jäger. "Nutzen Ausreisepflichtige diese Möglichkeit aber nicht, muss geltendes Recht konsequent angewendet und die Abschiebung durchgesetzt werden.

In 2016 wurden nach Angaben der Bundespolizei zudem 5.121 Personen aus NRW abgeschoben. Auch hier liegt NRW damit im Bundesvergleich vorn. Ein großes Problem bei den Abschiebungen sei immer noch die mangelnde Rücknahmebereitschaft einiger Herkunftsländer. "Gemeinsam mit dem Bund arbeiten wir mit Hochdruck daran, bestehende Abschiebehindernisse möglichst schnell zu beseitigen", betonte Jäger.

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