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NRW-Sportplakette des Jahres 2006 verliehen Minister Dr. Ingo Wolf betont Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements

Pressemitteilungen | 07.03.2007

 

„Ehrenamtliches Engagement hat für unsere Gesellschaft eine immense Bedeutung“, sagte Innen- und Sportminister Dr. Ingo Wolf heute (6. März 2007) in Düsseldorf. Er verlieh in Vertretung des Ministerpräsidenten 18 Ehrenamtlichen und Sportlern, die meist über Jahrzehnte ihr Engagement im Sport in den Dienst der Gemeinschaft gestellt haben, die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Unsere gesellschaftspolitischen Herausforderungen können nur bewältigt werden, weil viele bereit sind, sich freiwillig für andere einzusetzen“, betonte der Minister. „Aber wir müssen für die Zukunft auch diejenigen gewinnen, die heute noch abseits stehen.“ Außerdem leiste der Sport einen bedeutenden Beitrag zur Integration. Wolf: „Wenn es uns gelingt, Menschen aus anderen Kulturkreisen durch den Sport anzusprechen, sie für unsere Strukturen und Vorstellungen vom Zusammenleben zu begeistern, könnte der Sport mit seiner Idee des freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements zu einem der wichtigsten Integrationsfaktoren für unsere Gesellschaft werden. Dabei müssen aber auch wir die notwendige Offenheit bewahren, Neues aus anderen Kulturkreisen aufzunehmen.“

Seit 1959 wird die Sportplakette des Landes verliehen. 730 ehrenamtlich Engagierte, Sportlerinnen und Sportler sowie drei Mannschaften wurden bisher mit dieser höchsten Sportauszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.

Die Laudationes auf die Preisträger hielt der im Innenministerium Nordrhein-Westfalen für den Sport zuständige Parlamentarische Staatssekretär Manfred Palmen.

Hinweis für die Redaktionen:

Fotos von der Verleihung finden Sie am Mittwoch, 7. März 2007, auf der Internetseite der Landesregierung unter: www.nrw.de

 

Mit der Sportplakette des Landes wurden ausgezeichnet:

Hans-Hermann Drüen, Duisburg,

übernahm 1967 im Alter von 24 Jahren die Leitung der Badminton-Abteilung vom Turnerbund Rheinhausen, die er bis heute inne hat. Von 1969 bis 1986 war er Jugendtrainer und bis heute hält er engen Kontakt zum Badminton-Nachwuchs als Jugendbetreuer.

Seit 1970 ist er Vorstandsmitglied im Badminton Landesverband NRW. Zuerst war er fünf Jahre Pressewart, dann von 1975 bis heute Lehrwart. Darüber hinaus nimmt Hans-Hermann Drüen weitere Ehrenämter im Sport wahr: So im Bildungswerk des Landessportbundes NRW sowie als zweiter Vorsitzender des Bezirkssportverbandes.

Einen über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinausgehenden guten Ruf hat er sich als Organisator zahlreicher internationaler Badminton Turniere und der international renommierten German Open erworben.

Für seine langen verdienstvollen Tätigkeiten wurde er mehrfach sowohl durch seinen Verein, durch den Badminton-Landesverband und seitens des Deutschen Badminton Verbandes ausgezeichnet. 2005 verlieh ihm die International Badminton Federation den Meritorious Service Award.

Wilhelm Eimers, Duisburg,

ist einer der profiliertesten Gas-Ballonsportler der Welt. Zu seinen herausragenden Erfolgen zählen drei Siege beim Gordon-Bennett-Rennen, das als das härteste Langstreckenwettrennen im Gas-Ballonsport gilt. Bei diesen inoffiziellen Ballonsport-Weltmeisterschaften konnte er zudem mehrfach den zweiten Platz belegen. Zusammen mit seinem Co-Piloten Ulrich Seel ist es ihm im Jahr 2005 gelungen, einen neuen deutschen Streckenrekord aufzustellen. In knapp 60 Stunden legten sie die 2.056 km lange Strecke von Warstein ins finnische Joensuu zurück. Zudem bringt er seit über zwei Jahr-zehnten seine Erfahrungen und sein Fachwissen in die Verbandsarbeit ein. Seit 1990 hat er den Vorsitz in der Ballonsportkommission des Deutschen Aero Club, Landesverband Nordrhein-Westfalen, inne. Darüber ist es dem Einsatz von Wilhelm Eimers zu verdanken, dass mit Unterstützung des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen in Gladbeck ein Startplatz für den Gas-Ballonsport geschaffen wurde, der einen bedeutenden Beitrag zur Existenzsicherung dieser Sportart leistet.

Frank Gebhardt, Bergisch-Gladbach,

wurde 1955 Pressewart des Handballkreises Rheinberg, später Spielwart, um 1969 zum Kreisvorsitzenden gewählt zu werden.

Über die Stationen Verbandsfrauenwart von 1964 bis 1972 und später Verbandsspielwart wurde er zweiter Vorsitzender des Handballverbandes Mittelrhein. Seit 1988 ist er dessen Präsident. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied des erweiterten Präsidiums des Deutschen Handball Bundes und ist es bis heute. Zudem ist Frank Gebhardt Vizepräsident und Vorsitzender der Technischen Kommission des Westdeutschen Handball-Verbandes.

Für seine Verdienste erfuhr er zahlreiche Ehrungen. Unter anderem wurde er 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2002 mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Handballbundes ausgezeichnet.

Peter Hermanns, Wermelskirchen,

war 30 Jahre lang Fußballschiedsrichter und leitete von 1969 bis 1974 Spiele der Regionalliga, der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse.

Von 1969 bis 1971 war er Kreisschiedsrichterlehrwart und von 1971 bis 1995 Vorsitzender der Spruchkammer des Kreises Remscheid. 1975 bis 1983 war er Beisitzer, danach bis zum Jahre 2001 Vorsitzender der Verbandsspruchkammer des Fußballverbandes Niederrhein. Darüber hinaus übernahm Peter Hermanns Aufgaben als Beisitzer in der Verbandsspruchkammer des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes, im DFB-Sportgericht und im DFB-Bundesgericht. Seit 2001 ist er Schatzmeister des Fußballverbandes Niederrhein.

Für seine Verdienste wurden ihm die Silberne Ehrennadel für Schiedsrichter, die Silberne und die Goldene Ehrennadel in besonderer Ausführung des Fußballverbandes Niederrhein sowie die Verdienstnadel des Deutschen Fußball-Bundes verliehen.

Walter Hützen, Mönchengladbach,

begann seine ehrenamtliche Tätigkeit 1971 als Beisitzer der Bezirksspruchkammer Linker Niederrhein des Fußballverbandes Niederrhein. Nach der Übernahme weiterer ehrenamtlicher Aufgaben auf Kreis- und Regionalverbandsebene wurde Walter Hützen1986 zweiter Vorsitzender und 1989 Vorsitzender des Fußballverbandes Niederrhein. Das jetzige Präsidentenamt übt er seit dem ununterbrochen aus. Daneben ist er bis heute Vizepräsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes.

Auf der Ebene des Deutschen Fußball-Bundes bekleidete er von 1982 bis 1999 die Position eines Beisitzers im Bundesgericht. Ebenso vertrat er den Fußballverband Niederrhein im Beirat des Deutschen Fußball-Bundes. Seit 1999 gehört er dem Vorstand des DFB als Vorsitzender des Ausschusses für Sicherheitsangelegenheiten an. Er ist darüber hinaus seit 1991 stellvertretender Vorsitzender der Sporthilfe Nordrhein-Westfalen. Auch dem Präsidium des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen gehörte er von 1993 bis 2001 als Vizepräsident und seit 2003 als Vertreter der Sporthilfe an.

Für seine Verdienste wurde er bereits mehrfach vom Fußballverband Niederrhein sowie vom Deutschen Fußball-Bund geehrt.

Gisbert Krüger, Dortmund,

übernahm bereits im Alter von 15 Jahren Traineraufgaben in der Startgemeinschaft Schwimmen Bergisch Gladbach. Anschließend trainierte er Schwimmerinnen und Schwimmer des SV Derne 49. Heute leitet er eine Schwimmgruppe für Erwachsene und Senioren.

Von 1998 bis 2001 führte er die Geschäfte des Kreisverbandes Schwimmen in Dortmund. Von 1999 bis 2003 übernahm er die Aufgaben eines Fachwarts „Schule und Verein“ im Schwimmverband Südwestfalen.

Im Schwimmverband Nordrhein-Westfalen engagierte sich Gisbert Krüger zwischen 1982 und 1991 als Fachwart Breitensport sowie von 1991 bis 2003 als Vizepräsident. Im Lehrwesen konnte er durch inhaltliche und organisatorische Neuausrichtungen wichtige Akzente für die Verbesserung der Verbandsarbeit setzen.

Für sein Wirken wurde er 1993 mit der Silbernen Ehrennadel des Schwimmverbandes NRW und 1996 mit der Silbernen Ehrennadel des Deutschen Schwimmverbandes geehrt. 2003 verlieh ihm der Schwimmverband Nordrhein-Westfalen die Ehrenmitgliedschaft.

Barbara Rittner, Leverkusen,

gehörte zwischen 1989 und 2004 zu den erfolgreichsten deutschen Profi-Tennisspielerinnen. In diesen 15 Jahren wurde sie mehrfache Deutsche Meisterin, sie bestritt 29 Matches im Fed-Cup, dem wichtigsten Wettbewerb für Nationalmannschaften im Damentennis, den sie 1992 gemeinsam mit Steffi Graf und Anke Huber gewinnen konnte. Im gleichen Jahr war sie Mitglied im Olympia Team. 1996 wurde sie Mannschafts-Europameisterin.

Sie gewann darüber hinaus zwei WTA-Turniere im Einzel und drei im Doppel. Zu ihren größten Erfolgen zählen auch der Wimbledon-Sieg im Juniorinnen-Einzel 1991 und insgesamt 50 Teilnahmen an Grand Slam-Turnieren. Seit 2005 ist sie Fed-Cup-Teamchefin. Noch im gleichen Jahr schaffte sie mit der jungen Mannschaft den direkten Wiederaufstieg in die Weltgruppe.

Für ihre Verdienste um das deutsche Damen-Tennis verlieh ihr der Deutsche Tennis Bund 2005 die Goldene Ehrennadel.

Andreas Schäfer, Sundern,

wurde 1996 ehrenamtlicher Geschäftsführer des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes. In dieser Funktion gelang es ihm durch Geschick und Beharrlichkeit die Strukturen des Verbandes zu modernisieren.

Unter seiner Führung wurde die Situation am Stützpunkt Winterberg unter anderem durch die Einstellung weiterer Trainer deutlich verbessert.

Ihm gelang es auch, die finanzielle Situation des Verbandes zu konsolidieren. Sein Wirken ist geprägt durch seine außerordentliche Beharrlichkeit und sein großes Verhandlungsgeschick.

Michael Scharf, Bornheim-Hersel,

war ein erfolgreicher Moderner Fünfkämpfer. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Gewinn der Deutschen Einzelmeisterschaft 1987 und insgesamt vier Deutsche Meisterschaften mit der Mannschaft. 1986 belegte Michael Scharf den 9. Platz bei den Weltmeisterschaften im Modernen Fünfkampf. Bereits als aktiver Hochleistungssportler übernahm er Ehrenämter im nordrhein-westfälischen Verband für Modernen Fünfkampf. 1996 wurde er Verbandsvorsitzender und ist es bis heute.

Im Deutschen Verband für Modernen Fünfkampf war er von 1996 bis 2002 Lehrwart und Ausbildungsreferent. Darüber hinaus ist Michael Scharf seit 1996 Vorsitzender der Schwimm- und Sportfreunde Bonn. In Personalunion übernahm er zugleich lange Jahre die Geschäftsführung des Vereins. Er war erfolgreicher Landes- und Bundestrainer Moderner Fünfkampf und ist noch heute Übungsleiter beim SSF Bonn.

Für seine herausragenden Verdienste zeichnete ihn der Deutschen Verband für Modernen Fünfkampf sowie der Fünfkampfverband NRW bereits mehrfach aus.

Wolfgang Sorge, Bergisch-Gladbach,

wurde 1974 Vorstandsmitglied des Eissportverbandes Nordrhein-Westfalen, 1995 wurde er Vizepräsident. Seit 1996 ist Wolfgang Sorge Präsident des Eissportverbandes.

Er verantwortete 1983 die Ausrichtung der ersten Damen-Eishockeymeisterschaft auf Landesebene. Ein Jahr später bereits initiierte und organisierte er die erste Deutsche Eishockey Damen-Meisterschaft. Unter seiner Ägide gelang dem Damen-Eishockey in Deutschland in der Folgezeit ein rasanter Aufstieg. 1988 wurde eine Damen-Nationalmannschaft gebildet, die im Jahr darauf bereits die Bronzemedaille bei den erstmals ausgespielten Europameisterschaften gewann.

Wolfgang Sorge war bereits zwei Jahre Beisitzer, als er 1976 bis 1982 Vorsitzender des Sportgerichts des Deutschen Eishockey-Bundes wurde. Von 1976 bis heute ist er Mitglied der Rechts- und Antragskommission. Von 1995 bis 2002 war er Schatzmeister des Deutschen Eishockey-Bundes.

Zum Gelingen zahlreicher Veranstaltungen bis hin zu Eishockey-Weltmeisterschaften hat er in verantwortlichen Positionen beigetragen.

Bettina Steup-Bauer, Wuppertal,

gewann bei fünf Teilnahmen an den Deaflympics eine Silber- (1985) und eine Goldmedaille (1989) im Volleyball.

Sie nahm darüber hinaus seit 1982 an sechs Europameisterschaften teil und gewann je zweimal Bronze und Silber. 1990 wurde sie zur besten Spielerin Europas gewählt. Mit 130 Länderspielen ist Bettina Steup-Bauer deutsche Rekordnationalspielerin.

Auch ihre Erfolge auf nationaler Ebene sind außergewöhnlich: fünfzehn deutsche Meistertitel, neunmal Vizemeister, zwei dritte Plätze, dreizehn Pokalsiege sowie weitere Spitzenplatzierungen bei deutschen Mixed-, Jugend-, Senioren und Beach-Volleyball-Meisterschaften.

Auch als Skifahrerin war sie erfolgreich: 1987 und 1988 wurde sie Deutsche Vizemeisterin im Slalom und 1988 jeweils fünfte in der Abfahrt und im Riesenslalom.

Ehrenamtlich engagierte sich Bettina Steup-Bauer als Geschäftsführerin und Volleyballleiterin in verschiedenen Gehörlosen-Sportvereinen. Seit 2002 ist sie Fachwartin Volley-ball im Gehörlosen Sportverband Nordrhein-Westfalen.

Harro Strucksberg, Marl,

ist nicht nur ein geschätzter Rollhockey-Funktionär sondern blickt auch auf eine sehr er-folgreiche Zeit als aktiver Rollhockey-Spieler zurück. Er war mehrfacher Deutscher Jugend-, Junioren- und Seniorenmeister mit der Spielvereinigung Herten. Er nahm in sechzehn Jahren als Torwart der Deutschen Rollhockey-Nationalmannschaft an zehn Europa- und sechs Weltmeisterschaften teil. Insgesamt absolvierte er 250 Länderspiele im deutschen Dress.

Von 1977 bis 1981 war er Jugendwart im Deutschen Rollsport- und Inline-Verband. Im Anschluss übernahm er den stellvertretenden Vorsitz der Fachsparte Rollhockey; seit 1983 ist er deren Vorsitzender.

Nach fünfzehn Jahren Präsidiumsmitgliedschaft und zwei Jahren kommissarischer Leitung übernahm er 2004 die Präsidentschaft des Internationalen Rollhockey Verbandes.

Für seine Verdienste erhielt er jeweils die Silbernen und Goldenen Ehrennadeln des Rollsport- und Inline-Verbandes Nordrhein-Westfalen wie des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbandes.

Hans-Dieter Sudmann, Lübbecke,

war von 1978 bis 1998 Schatzmeister und stellvertretender Vorsitzender des Motoryachtclubs Lübbecke. In dieser Zeit hatte er einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Vereins durch den Bau eines Hafens und eines Clubhauses.

Von 1981 bis 1995 war er Landesbeauftragter des Deutschen Motoryachtverbandes für den ostwestfälischen Raum. Als Erster Vizepräsident ab 2001 erhielt er die Zuständigkeiten für Infrastrukturen auf den Wasserstraßen, Wassersport, Wasserwandern und Rennbootsport.

Im Jahre 1990 wurde er Mitbegründer des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen des Deutschen Motoryachtverbandes. Bis 1998 war er Schatzmeister, anschließend wurde er zum Präsidenten gewählt.

Für seine Verdienste wurden ihm die Goldene Verdienstmedaille sowie die Silberne Ehrennadel des Deutschen Motoryachtverbandes verliehen. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Deutschen Motoryachtverbandes ehrte ihn mit seiner Goldenen Ehrennadel.

Karl Wennmacher, Heinsberg,

trat 1948 dem TuS Oberbruch 09 bei. 1961 wurde er Jugendwart, dann Prell-, Faustball- und Oberturnwart. Seit 1987 ist er Erster Vorsitzender des Vereins mit acht Abteilungen und 680 Mitgliedern.

Im Rheinischen Turnerbund war er sechs Jahre Landesjugendspielwart für Faust-, Prell-, Korb- und Korfball, von 1970 bis 1976 Landesjugendfachwart Faustball.

Jugendfachwart war er auch im Deutschen Turnerbund für Prellball in den Jahren 1967 bis 1972. Anschließend übernahm er das Amt des stellvertretenden Bundesjugendfachwartes Faustball. So war er bis 1984 als Referent für das Wettkampfwesen und damit für 84 Deutsche Jugendmeisterschaften verantwortlich. Seit 1991 hat er den Ersten Vorsitz des Freundes- und Förderkreises Faustball e.V. mit 260 Mitgliedern aus dem ganzen Bundesgebiet inne. Von 1977 bis 1981 war er zudem Geschäftsführer des Kreissportbundes Heinsberg und von 1993 bis heute ist er Beiratsmitglied im Stadtsportverband Heinsberg.

Für seine Verdienste erhielt er 1978 den Ehrenbrief des Deutschen Turnerbundes und 1987 die Goldene Ehrennadel der Deutschen Olympischen Gesellschaft.

Winfried Wiencek, Dortmund,

war bis 1999 mit 16 Deutschen Meistertitel und 36 NRW-Meisterschaftsgewinnen einer der erfolgreichsten Aktiven im deutschen Gehörlosen-Tischtennis. Als Nationalspieler und später als Betreuer der Tischtennis-Nationalmannschaft bei vier Europameisterschaften und vier Weltspielen lernte er die internationale Seite seines Sports kennen.

Neben seiner aktiven Teilhabe engagierte er sich in seinem Verein, dem GTSV Dortmund 1917, als Sport- und Jugendwart, später als Geschäftsführer und Erster Vorsitzender.

Der jetzige Präsident des Gehörlosen-Sportverbandes Nordrhein-Westfalen war zuvor Jugendwart, Hauptkassierer, Beisitzer und Zweiter Vorsitzender. Im Deutschen Gehörlosen-Sportverband war er Jugendsekretär, Verbandsfachwart für Tischtennis und Beisitzer. Seit 2003 ist Winfried Wiencek Generalsekretär des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes.

1991 übernahm er im Europäischen Gehörlosen-Sportverband (EDSO) - bis 2003 - und im Weltverband für Gehörlosensport (Deaflympics) - bis 2001 - jeweils das Amt des Technischen Delegierten für Tischtennis.

 

Wolfgang Zapfe, Essen,

wurde 1972 erstmals in den Vorstand des Nordrhein-Westfälischen Ruder-Verbandes gewählt. Er war bis zu seinem Ausscheiden 2004 nacheinander Mitglied im Jugendausschuss, Landesjugendleiter, Referent Leistungssport und stellvertretender Vorsitzender.

Über dreißig Jahre war er Kassenwart im Schülerruderverband NRW. Seit 1971 unterstützt er die Schülerinnen und Schüler beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ als Mannschaftsbetreuer, Bootstransporteur und Schiedsrichter. Seit 1989 leitet er den Landesleistungsstützpunkt Rudern in Essen.

Auf kommunaler Ebene war er von 1975 bis 2003 Mitglied im Ausschuss für den Schulsport und ist seit 1992 Mitarbeiter im Arbeitskreis „Leistungssport“.

Im Landessportbund Nordrhein-Westfalen wurde er 1976 Mitglied im Jugendausschuss, später im Landesausschuss Leistungssport. Seit 2001 ist Wolfgang Zapfe Mitglied im Präsidium des Landessportbundes.

Für seine zahlreichen Verdienste erhielt er die Sportplakette der Stadt Essen sowie die Ehrenplakette des Nordrhein-Westfälischen Ruder-Verbandes. 1992 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Christian Ahlmann, Marl,

fiel sehr früh als Ausnahmetalent im Reitsport auf. Einer Reitsportfamilie entstammend war er bereits im Alter von 12 Jahren bei S-Springen am Start und dies so erfolgreich, dass ihm zwei Jahre später das Goldene Reitabzeichen für seinen 10 S-Sieg als jüngster Reiter aller Zeiten verliehen wurde. Seine Erfolge setzten sich bei den Junioren und den Jungen Reitern fort. Bei den Europameisterschaften dieser Altersklassen gewann er nicht weniger als acht Medaillen. Nach vielen guten Resultaten auf internationaler Bühne gelang dem gelernten Pferdewirt, der auch als Amateur- Trabrennfahrer siegreich war, ein großer prestigeträchtiger Erfolg 2003 mit Mannschafts- und Einzelgold bei den Europameisterschaften in Donaueschingen.

Mit dem Mannschaftsspringen bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 erfuhr diese internationale Karriere dann einen vorläufigen Höhepunkt. Christian Ahlmann gewann mit der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille im Springreiten.

Christian Ahlmann konnte die Sportplakette im letzten Jahr aus terminlichen Gründen nicht in Empfang nehmen. Nun wurde die Ehrung nachgeholt.

Hubertus Schmidt, Borchen,

feierte als Dressurreiter herausragende Erfolge, zudem gilt er als einer der erfolgreichsten Dressurausbilder.

Er entstammt einer Familie, die Pferdesport und Zucht traditionell miteinander verbindet. Er übernahm den elterlichen Ausbildungs- und Zuchtstall und hat in den vergangenen Jahren so viele Pferde in den Dressurspitzensport gebracht wie kaum ein anderer. Daneben wurde er Trainer vieler Olympiateilnehmer und international erfolgreicher Dressurreiter. Er selbst war auf vielen internationalen und nationalen Dressurfestivals weltweit erfolgreich. Er gewann bis zum Jahre 2004 fünfmal das Championat Dressur der deutsche Berufsreiter und dreimal die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften.

In die olympischen Analen ging der Goldmedaillengewinn gemeinsam mit der deutschen Dressurequipe bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen ein. In der Einzelwertung erreichte er einen fünften Platz.

Hubertus Schmidt konnte die Sportplakette im letzten Jahr aus terminlichen Gründen nicht in Empfang nehmen. Nun wurde die Ehrung nachgeholt.

 

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