NRW-Minister unterstützen Sondersteuer auf Alcopops - Behrens und Schäfer: Alkohol ist Einstiegsdroge

Pressemitteilungen | 15.04.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 15.04.2004

Innenministerium und Ministerium für Schule, Jugend und Kinder teilen mit:

Was macht Alcopops für Jugendliche so attraktiv? Einige schätzen den fruchtigen Geschmack und finden es cool, dass der Alkohol kaum zu schmecken ist. Immer mehr Jugendliche trinken aber Alcopops, weil es ein Getränk ist, das nur sie trinken. Also ist doch nicht alles so harmlos mit den bunten Cocktails? "Alcopops enthalten Branntwein und können dazu führen, dass sich schon Jugendliche an 'harte Sachen' gewöhnen. Damit steigt die Gefahr einer späteren Alkoholabhängigkeit“, erklärten Jugendministerin Ute Schäfer und Innenminister Dr. Fritz Behrens heute in Düsseldorf. Aus diesem Grund befürworteten beide die Gesetzesinitiative der Bundesregierung, eine Sondersteuer auf Alcopops einzuführen.

Behrens und Schäfer sprachen sich außerdem für die geplante Kennzeichnungspflicht aus. Danach müssen die Etiketten deutlich darauf hinweisen, dass der Verkauf der Mixgetränke an Jugendliche unter 18 Jahren verboten ist. „Unser Ziel muss sein, dass Kinder keinen Alkohol trinken und Jugendliche, wenn überhaupt, nur selten geringe Mengen. Alcopops sind wegen ihres Branntweingehalts nichts für Kinder und Jugendliche.“

Ute Schäfer appellierte an Schulen und Eltern, weiter engagiert über die negativen Folgen des Alkoholkonsums aufzuklären. Bei den bunten Cocktails hört auch für die Polizei der Spaß auf. Der Innenminister warnte die Händler. Sie verstoßen gegen das Jugendschutzgesetz und machen sich strafbar, wenn sie das Verkaufsverbot missachten. „Die Polizei geht mit Härte gegen Verstöße vor“, unterstrich Behrens.

 

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