NRW informiert Menschen bei Katastrophen per Smartphone-App - Innenminister Jäger: Mehr Reichweite, wenn es darauf ankommt

Pressemitteilungen, Gefahrenabwehr | 05.09.2016

Sollte es in NRW zu einer Katastrophe kommen, werden die Menschen schnell und zuverlässig mit amtlichen Informationen versorgt. "Was ist passiert? Wie soll ich mich verhalten? Das sind die Fragen, die in so einer Situation dringend beantwortet werden müssen", sagte Innenminister Ralf Jäger. Die Notfall-, Informations- und Nachrichten-App - kurz: NINA - wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dazu entwickelt, genau diese Antworten schnell und zuverlässig zu liefern.

Gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, und dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel stellte er die App in der Düsseldorfer Leitstelle der Feuerwehr vor. Die App ist in das modulare Warnsystem MoWaS eingebunden. Mit diesem System werden künftig alle Leitstellen der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes arbeiten. "Wir haben in unserer Leitstelle das System NINA im Rahmen eines Pilotprojekts bereits früh getestet. Es hat sich bewährt und ist seit über einem Jahr fester Bestandteil des Warnsystems der Feuerwehr Düsseldorf", sagte Geisel.

"NRW ist mit der flächendeckenden Einführung von MoWaS auf lokaler Ebene bei der Warnung der Bevölkerung hervorragend aufgestellt", betonte Unger. Auch die NRW-Polizei kann NINA nutzen. "Der Amoklauf in München hat uns gezeigt, dass das sehr wichtig sein kann", erläuterte Jäger. "Smartphones sind sehr weit verbreitet. Deshalb erreichen wir so mehr Menschen, wenn es darauf ankommt."

Die Notfall-, Informations- und Nachrichten-App NINA kann für die Betriebssysteme Android (ab Version 4.0) sowie iOS (ab Version 8.0) in den gängigen App-Stores kostenlos heruntergeladen werden.

Die Landesregierung will noch in diesem Jahr zehn Millionen Euro als pauschale Förderung für Warnmittel und -konzepte bereitstellen, um die Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Bereits 2014 hatte das Land zehn Millionen an die Kommunen gezahlt.

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