Innenminister Behrens: 18 Castortransporte per LKW von Rossendorf nach Ahaus völlig unverhältnismäßig

Pressemitteilungen | 21.04.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 21.04.2004

Das Innenministerium teilt mit:

Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat heute beim ersten Koordinierungsgespräch zum Transport von Castoren von Rossendorf nach Ahaus erneut Zweifel am Sinn dieses Vorhabens geäußert. „Wir dürfen nicht leichtfertig Steuermillionen verschwenden und sinnlos Tausende Polizisten einsetzen. Die Atommüll-Transporte nach Ahaus würden sich über viele Wochen erstrecken. Ein ähnliches Widerstands-Szenario wie in Ahaus 1998 ist nicht auszuschließen. Damals wurden 16 000 Polizisten eingesetzt. Wir rechnen deshalb mit Kosten von 50 Millionen Euro allein für das Land Nordrhein-Westfalen“, erklärte Innenminister Dr. Fritz Behrens in Düsseldorf.

Für den Fall, dass der Transport trotzdem durchgeführt werden muss, hat Nordrhein-Westfalen beim Koordinierungsgespräch im Innenministerium auf eine größtmögliche Bündelung von Transporten gedrängt. Dies geschah in Einvernehmen mit den Innenministerien der Länder Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Behrens: „Die polizeiliche Sicherung von 18 einzelnen Lkw-Touren ist völlig unverhältnismäßig. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat nach den islamistischen Terroranschlägen Wichtigeres zu tun, als unsinnige Transporte zu schützen.“

 

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