BORIS hilft beim Immobilienkauf - Preis- und Marktinformationen schnell, einfach und kostenlos per Internet - Behrens: Weiterer Meilenstein auf dem Weg zum E-Government in NRW -

Pressemitteilungen | 08.09.2003

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 08.09.03

Auskünfte über Grundstückspreise und den Immobilienmarkt in Nordrhein-Westfalen können jetzt einfach, schnell und kostenlos über das Internet abgerufen werden: Innenminister Dr. Fritz Behrens stellte heute das neue Bodenrichtwert-Informationssystem – kurz BORIS – in Düsseldorf vor (www.boris.nrw.de). "BORIS ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum E-Government. Es ist für jeden privaten Haus- oder Wohnungskäufer ebenso hilfreich wie für Fachleute, die das System beruflich nutzen", erklärte Behrens.

BORIS ist das gemeinsame Internetportal aller 83 Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in Nordrhein-Westfalen. Realisiert wurde das Projekt zusammen mit dem Innenministerium und dem Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen. "Unser Angebot ist schon jetzt ein voller Erfolg", erklärte der Innenminister. Seit Aufnahme des Testbetriebs Ende Juni gab es bereits rund 88.000 Zugriffe.

Zusätzlich zu dem kostenfreien Angebot für Jedermann können Makler, Bankkaufleute und andere gewerbsmäßig mit Immobilien befasste Interessenten einen weiteren Vorteil nutzen: Gegen eine geringe Gebühr kann mit BORIS direkt auf alle wesentlichen Daten für die Ermittlung des Verkehrswertes einer Immobiles zugegriffen werden. Damit entfällt die bisher bei Bedarf notwendige Einzelabfrage bei den 83 Gutachterausschüssen in NRW. "Bequemer geht es kaum noch", betonte Behrens. Über 480 Nutzer haben sich seit dem Start von BORIS bereits für dieses kostenpflichtige Angebot registrieren lassen.

"BORIS ist denkbar einfach anzuwenden", betonte Behrens. Mit der Eingabe von Gemeinde, Straßenname und Hausnummer präsentiert BORIS einen Ausschnitt der Bodenrichtwertkarte zur gewünschten Adresse. Als Orientierungshilfe können verschiedene Kartenhintergründe unterschiedlicher Maßstäbe vom Anwender frei gewählt werden. Bodenrichtwerte beziehen sich grundsätzlich auf unbebaute Grundstücke. Zusammen mit den Angaben aus den Grundstücksmarktberichten der Gutachterausschüsse – direkt erreichbar über einen Link – lassen sich dann Rückschlüsse auf den Wert von Häusern und Wohnungen an exakt der genannten Adresse ziehen.

Die 83 Gutachterausschüsse in NRW haben ihren Sitz in den kreisfreien Städten, den großen kreisangehörigen Städten und den Kreisen. Hinzu kommt der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte mit Sitz bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Ihr gesetzlicher Auftrag ist es unter anderem, für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu sorgen. Die Mitglieder der Gutachterausschüsse sind ehrenamtlich tätige Sachverständige, die den Grundstücksmarkt in NRW fortlaufend beobachten. Als Berechnungsgrundlage erhalten sie von den Notaren landesweit Kopien aller Immobilienverkäufe. Aus den gesammelten Informationen werden die Bodenrichtwerte und die für eine Wertermittlung erforderlichen Daten abgeleitet und für den Nutzer in der Bodenrichtwertkarte sowie in jährlichen Grundstücksmarktberichten aufbereitet.

Nach dem aktuellen zusammenfassenden Bericht des Oberen Gutachterausschusses wurden in NRW im Jahr 2002 rund 150.000 Kaufverträge über bebaute und unbebaute Grundstücke mit einem Umsatz von knapp 30 Milliarden EUR abgeschlossen. Die Zahl der Kaufverträge nahm hiernach gegenüber 2001 um fünf Prozent zu. Gegenüber 2001 wuchs die Zahl der Grundstücksverkäufe um zwölf Prozent auf gut 20.000. Die Grundstückspreise stiegen dabei um nur durchschnittlich ein Prozent.

"Das ist die niedrigste Preissteigerungsrate seit Beginn der landesweiten Marktbeobachtung durch den Oberen Gutachterausschuss im Jahr 1989", erläuterte Behrens.

 

Die höchsten Bodenpreise in attraktiven Wohnlagen sind unverändert hoch. Sie liegen in Düsseldorf für mittlere Wohnlagen bei 430 Euro pro m², in Köln in guten Wohnlagen bei 685 Euro pro m². Wie im Jahr 2001 sind die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser auch 2002 sogar um ein Prozent gefallen. Das Preisniveau war in dieser Kategorie sehr unterschiedlich. So kostete zum Beispiel ein neuerbautes Reihenendhaus bzw. eine Doppelhaushälfte in mittleren Wohnlagen mit 125 m² Wohnfläche und rund 320 m² Grundstücksfläche in den kreisfreien Städten durchschnittlich 255.000 Euro und in den Kreisen 210.000 Euro.

2002 wechselten 52.850 Eigentumswohnungen den Eigentümer, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Die Preise sind in diesem Teilmarkt um ein Prozent gefallen. Die höchsten Preise für neu erbaute Eigentumswohnungen in mittleren Wohnlagen wurden in Bergisch Gladbach mit durchschnittlich 2.380 Euro pro m² Wohnfläche erzielt.

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