Bildungscomic gegen Rechtsextremismus Verfassungsschutz in NRW geht mit Andi neue Wege Minister Wolf: Jugendliche sind Fundament und Zukunft demokratischer Kultur

Pressemitteilungen | 29.08.2005

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 29.08.05

 

Ab sofort haben Jugendliche, Eltern und Pädagogen einen neuen Freund: „Andi“. „Die Comic-Figur hilft ihnen, im Schulalltag rechtsextremistische Propaganda als das zu ent-larven, was sie ist: menschenverachtend und demokratiefeindlich. So haben braune Agi-tatoren keine Chance“, erklärte NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf heute in Düsseldorf.

Das Projekt „Bildungscomic gegen Rechtsextremismus“ des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes ist bundesweit einzigartig. Das erste „Andi“-Heft wird jetzt veröffentlicht. Schon das nächste wird im Rahmen eines Wettbewerbs von den Jugendli-chen mitgestaltet. „Wir wollen mit dem Comic ganz gezielt junge Menschen erreichen“, betonte der Innenminister. „Aufgeklärte Jugendliche sind das Fundament und die Zukunft unserer demokratischen Kultur.“

Der Comic erzählt wie Jugendliche Ausländerfeindlichkeit und dumpfe rechtsextremisti-sche Parolen im Schulalltag erleben. „Die Geschichte von Andi, Ayshe, Ben und den an-deren kann jeder Schülerin und jedem Schüler passieren“, sagte der Innenminister.

Schon bei bei der Konzeption des Projekts haben die Verfassungsschützer an den All-tagserfahrungen Jugendlicher angeknüpft. Dazu gehört nach Diskussionen mit über 100 Schülerinnen und Schülern aller Schulformen auch die Entscheidung für einen Comic. Fast 70 Prozent wünschten sich den aus Japan stammenden Manga-Stil. „Wir glauben an den Comic als vielversprechendes Medium für Informationen des Verfassungsschut-zes. Er weckt das Interesse der Jugendlichen und bringt komplexe Sachverhalte auf den Punkt“, erklärte Wolf.

Der Comic zeigt, was Grundrechte, Rechtsstaat, Rechtsextremismus und Fremdenfeind-lichkeit im Schulalltag konkret bedeuten. Durch die Konfrontation mit Widersprüchen zei-gen die Helden des Comics, das hinter rechtsextremistischen Parolen oft die historische Verklärung von Verbrechen, gefährliche Selbstdarsteller und Geschäftemacher stecken. Der Anhang zum Comic erklärt rechtsextremistische Zeichen und Symbole. Ein konkre-tes Beispiel behandelt rechtsextremistisch motivierte Straftaten. Eine Liste mit Ansprech-partnern rundet den Bildungscomic ab.

Die Geschichte um Andi, Ayshe, Ben und die anderen endet nicht mit diesem Andi-Comic. Schülerinnen und Schüler aller Schulen in NRW sind zu einem Wettbewerb ein-geladen. Die beste Fortsetzung wird vom Zeichner Peter Schaaf illustriert und im Internet veröffentlicht. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2005.

Der Comic soll auch im Unterricht und in der Demokratieerziehung die Auseinanderset-zung mit extremistischer Ideologie anstoßen. Zur Vertiefung ist gleichzeitig mit der heuti-gen Veröffentlichung eine weiterführende Webseite unter www.andi.nrw.de geschaltet.

 

Zusatz für die Presse:

Ein druckfähiges Cover und weitere Zeichnungen des Comics finden Sie unter www.im.nrw.de/pressefotos.

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