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Land ehrt Arbeitgeber von Freiwilligen Feuerwehrleuten und Katastrophenschützern - Innenminister Jäger zeichnet zehn NRW-Unternehmen mit Förderplakatte aus

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Innenminister Ralf Jäger zeichnete heute Arbeitgeber mit der Förderplakette "Ehrenamt in Feuerwehr und Katastrophenschutz" aus. Damit ehrt die Landesregierung den wichtigen Beitrag von Arbeitgebern beim Feuer- und Katastrophenschutz. "Wir danken den Arbeitgebern für die Selbstverständlichkeit mit der sie die freiwilligen Helferinnen und Helfer täglich unterstützen. Nur weil sie ihren Mitarbeitern den Rücken frei halten, können Feuerwehren und Hilfsorganisationen ihre wichtige Aufgabe erfüllen", lobte Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. Die zehn ausgezeichneten Unternehmen kommen aus Hagen, Witten, Lennestadt, Kirchhundem, Büren, Rietberg, Kempen, Frechen, Beckum und Herzogenrath.

Eine Jury hat aus zahlreichen Vorschlägen zehn vorbildliche Arbeitgeber ausgewählt. Alle weisen eine langjährige und großzügige Freistellungs- und Förderungspraxis auf. Für sie ist klar: Die freiwilligen Helferinnen und Helfer werden für Einsätze, Übungen und Fortbildungen von der Arbeit freigestellt. Den Unternehmen ist bewusst, dass eine gute Ausbildung im Ehrenamt genauso dazugehört wie im Berufsleben.

In manchen Betrieben arbeiten so viele ehrenamtlich Tätige, dass bei einem Einsatz der Betrieb sogar zeitweise schließt. Einige der ausgezeichneten Betriebe unterstützen Feuerwehren oder Hilfsorganisationen durch großzügige Spenden. Damit haben die Unternehmen einen unverzichtbaren Anteil an der staatlichen Gefahrenabwehr. "Der Feuer- und Katastrophenschutz in NRW leistet hervorragende Arbeit. Er genießt in der Öffentlichkeit großes Vertrauen und hohes Ansehen. Ohne den Rückhalt durch die Arbeitgeber, wäre das nicht möglich. Das ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft", meinte Jäger.

Folgende Unternehmen wurden mit der Förderplakette ausgezeichnet:

Firma KB Schmiedetechnik GmbH aus Hagen

Mehrere der 120 Mitarbeiter sind ehrenamtlich in verschiedenen sozialen Einrichtungen engagiert. Für die ehrenamtliche Tätigkeit stellt das Unternehmen seine Mitarbeiter bei Einsätzen oder Schulungen von der Arbeit frei. Zudem werden die Fitness und Gesundheit der rund 60 Feuerwehrfrauen und -männer mit kompetenten Ausbildern in begleitetem Krafttraining verbessert. Darüber hinaus werden kostenlose Massagen angeboten. Das Unternehmen unterstützt langjährig verschiedene soziale Einrichtungen in der Region.

Friedrich Lauterbach GmbH aus Witten

Sechs der 23 Mitarbeiter sind ehrenamtlich bei der freiwilligen Feuerwehr und im Katastrophenschutz tätig. Der Firmenleiter selbst wirkt seit vielen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Witten mit. Wie oft in familiengeführten Unternehmen hat er diese Leidenschaft an seine Kinder weitergegeben. Sie arbeiten ebenfalls in dem Familienunternehmen mit. Die Firma stellt ihre Mitarbeiter für Einsätze und Lehrgänge frei und spendet den Vereinen Sachmittel und Geld.

BAUKING aus Lennestadt

Der Fachhandelsstandort Lennestadt ist Teil der BAUKING AG, die in Nord-, West- und Ostdeutschland insgesamt rund 130 Baustoffhandlungen und Baumärkte betreibt. Mit über 180 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Feuerwehr und im Katastrophenschutz unterstützt das Unternehmen das soziale Engagement. Insbesondere am Standort Lennestadt werden im Ernstfall die Mitarbeiter von ihrer Arbeit entbunden. Sie dürfen Räume und Flächen der Unternehmensstandorte für ihre Übungen nutzen. Die örtlichen Vereine erhalten zudem Geld- sowie Sachspenden.

MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG aus Kirchhundem

Das vor 80 Jahren gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit 1.000 Mitarbeiter, davon mehr als zwei Drittel in Deutschland. Derzeit sind 20 Mitarbeiter in Kirchhundem bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK, dem THW oder der DLRG tätig. Sie sind während des beruflichen Alltags jederzeit für Einsätze abrufbar. Das Unternehmen befürwortet das Ehrenamt nicht nur aus gesellschaftlicher Verpflichtung. Es ist stolz darauf, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich in dieser wichtigen Aufgabe engagieren. Der geschäftsführende Gesellschafter war selbst viele Jahre in der Feuerwehr aktiv und ist heute Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr-Löschgruppe Kirchhundem.

ProjectPartner Kleeschulte GmbH aus Büren

Das Unternehmen ist mit seinen fünf Mitarbeitern eine Marketing- und Projektagentur. Seit der Gründung im Jahr 2007 unterstützt es die Hilfsorganisationen wie die DLRG und die Feuerwehr, in dem es etwa den Internetauftritt des Feuerwehr Stadtverbandes Büren erstellte. Auch Plakate und Logos sowie die Pressearbeit werden für diese Organisationen erstellt. Dabei teilen die Mitarbeiter die Begeisterung des Geschäftsführers und realisieren die Werbung oftmals über ihr normales Arbeitspensum hinaus - ehrenamtlich. Der Geschäftsführer ist Hauptbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Büren und seit 25 Jahren engagierter erster Vorsitzender der DLRG Büren e. V.

Tischlerei Stefan Steinkämper GmbH aus Rietberg

Das ostwestfälische Familienunternehmen mit 34 Mitarbeitern schaut auf eine rund 185-jährige Firmengeschichte zurück. Geschäftsführer Dieter Diekhans fördert das ehrenamtliche Engagement und ist selbst im Vorstand des Berufsbildungsausschuss auf Landesebene. Daneben ist er stellvertretender Lehrlingswart der Tischlerinnung Gütersloh sowie im Kirchenvorstand des Pastoralverbundes Rietberg-Süd. Acht Mitarbeiter engagieren sich in den örtlichen Löschzügen in Rietberg und Neuenkirchen - einer davon als stellvertretender Löschzugführer. Ein weiterer Mitarbeiter ist im DRK als stellvertretender Rotkreuzleiter aktiv und hat die Qualifikation des Rettungshelfers. Aktuell setzt sich dieser Mitarbeiter für die Erstaufnahme von Flüchtlingen ein. Die Abwesenheit der ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter wird vom gesamten Team getragen und unterstützt.

BNS-Sicherheitstechnik GmbH aus Kempen

Wenn es um Sicherheitsthemen der Feuerwehr geht, dann schlagen gleich zwei Herzen in der Brust von Geschäftsführer Hans-Joachim Späth: Zum einen ist er seit über 35 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr tätig, davon die letzten Jahre als Stadtbrandinspektor in der Freiwilligen Feuerwehr Kempen. Zum anderen hat er aus seiner Erfahrung als Feuerwehrmann einen Beruf gemacht. Sein Unternehmen beschäftigt sechs Mitarbeiter, wovon die Hälfte ebenfalls Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kempen ist.

pioh Praxis Internistischer Onkologie und Hämatologie aus Frechen

Die Praxis ist eine überörtliche Gemeinschaftspraxis mit drei Ärztinnen davon sind zwei sogenannte Weiterbildungsassistentinnen und fünf Ärzten mit Hauptsitz in Frechen. Weitere Praxisstandorte befinden sich in der Kölner Innenstadt und Köln-Longerich mit 27 medizinischen Mitarbeitern. Ehrenamtliche Tätigkeit wird als ein Bestandteil eines menschlichen und mitfühlenden Gemeinwesens angesehen. Eine Mitarbeiterin ist seit vielen Jahren ehrenamtlich beim DRK als Bereitschaftsleiterin tätig. Auch in Phasen personeller und betrieblicher Engpässe ermöglicht das Team die Freistellung für das Ehrenamt.

Spedition Robertz KG aus Herzogenrath

Das 1920 gegründet Familienunternehmen beschäftigt 23 Mitarbeiter, von denen acht der eigenen Betriebs-Feuerwehr angehören. Davon sind zudem der Inhaber und der Geschäftsführer sowie zwei weitere Mitarbeiter, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenrath. Die enge Zusammenarbeit besteht schon seit vielen Jahren. Alle Gerätschaften der Spedition und der Betriebsfeuerwehr, zum Beispiel Sandsackabfüllcontainer und Wechsellader stehen im Katastrophenfall der Stadt Herzogenrath, der StädteRegion Aachen und der Bezirksregierung Köln zur Verfügung. Zudem unterhält das Unternehmen im Rahmen des Katastrophenschutzes für die Stadt Herzogenrath ein Lager mit 10.000 gefüllten Sandsäcken.

BEUMER Group GmbH & Co. KG aus Beckum

Das Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 4.100 Mitarbeiter. Dabei sind in Beckum rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Feuerwehr und im Katastrophenschutz tätig. Die BEUMER Group stellt ihre in der Feuerwehr engagierten Mitarbeiter für Einsätze der Feuerwehr frei und trägt somit erheblich zur erfolgreichen Arbeit der Feuerwehr Beckum bei. Ohne diese großartige Unterstützung wäre der derzeitige Schutzzielerreichungsgrad von mehr als 90 Prozent für die Hilfsfrist nicht möglich. Das Familienunternehmen ist bereits seit vielen Jahren mit der Feuerwehr verbunden und es ist eine Selbstverständlichkeit, die ehrenamtlich Tätigen für Einsätze und Übungen sowie Aus- und Fortbildung freizustellen.

Damit die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft gut aufgestellt sind, hat der Innenminister Mitte 2013 gemeinsam mit dem Verband der Feuerwehren in NRW e.V. (VdF NRW) eine Projektgruppe zur "Förderung des Ehrenamtes in den Feuerwehren" eingesetzt. Diese hat das Ziel, das Ehrenamt langfristig zu fördern und Mitglieder für die Freiwilligen Feuerwehren zu gewinnen. Jäger betonte, dass die Landesregierung das Thema Ehrenamt sehr ernst nehme und deshalb den Dialog mit den Arbeitgebern schätze.

Fotos von der feierlichen Übergabe der Förderplakette stehen am 27. November unter folgender Internetseite bereit:

http://www.mik.nrw.de/presse-mediathek/presse/fotos-pressetermine.html

Weitere Informationen zur Förderplakette finden Sie im Internet unter
www.mik.nrw.de/themen-aufgaben/schutz-sicherheit/gefahrenabwehr-feuerwehr-katastrophenschutz/foerderplakette-fuer-arbeitgeber-in-nrw.html

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