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Intifada

Intifada (arab. "geschüttelt werden, sich schütteln, abschütteln") ist die Bezeichnung für zwei Aufstände der Palästinenser gegen die israelische Besatzungsmacht. Die erste Intifada begann 1987 und endete Anfang der 1990er Jahre mit dem Osloer Friedensprozeß und der Errichtung der palästinensischen Autonomiebehörde. Sie war charakterisiert von zivilem Ungehorsam der Palästinenser, der auch in Gewalt umschlug. Die zweite Intifada oder al Aqsa-Intifada begann im September 2000. Der Auslöser war die Proklamation Jerusalems als ewige und ungeteilte Hauptstadt Israels durch Ariel Sharon auf dem für die Muslime heiligen Tempelberg, den Sharon in Begleitung von mehr als 1000 Polizisten betrat. Dies wurde von den Palästinensern als Provokation aufgefaßt. Die zweiten Intifada war von Anfang an ein bewaffneter Aufstand. Die Auseinandersetzung wurde von palästinensischer Seite dabei auch durch den Einsatz von "Selbstmordattentätern" gegen militärische wie auch zivile israelische Ziele geführt, was zu einer enormen Eskalation der Gewalt und Gegengewalt auf beiden Seiten führte.