In Duisburg startete ein kriminalpräventives Projekt für Kinder und Jugendliche.

Projekt Klarkommen Teamt Duisburg

Ein erklärtes Ziel von „klarkommen!“ ist, die Sicherheit in den besonders betroffenen Städten zu erhöhen. Zum anderen sollen die Kinder und Jugendlichen selbst „auf Kurs“ gebracht werden. „Wir wollen Grenzen aufzeigen, aber auch Hilfestellung leisten. Dazu gehört es auch, Angebote zu machen, die eine Integration in unsere Gesellschaft erleichtern - die helfen hier klar zu kommen“, so Minister Jäger in seiner Rede.

 

In den Duisburger Stadtteilen Bruckhausen, Hochfeld und Rheinhausen gibt es nun Stadtteilbüros als Anlaufstellen. Die dort eingesetzten Sozialarbeiter beherrschen die Sprache und sind mit den kulturellen Sitten und Gebräuchen der Kinder und Jugendlichen vertraut. „Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um Barrieren zu überwinden und Vertrauen zu schaffen“, stellte Jäger fest. „So können sie individuelle Hilfe leisten.“ Die Jugendlichen erhalten beispielsweise gezielte Sprachförderung, werden in ihrem Schulalltag unterstützt und ihr Tagesablauf erhält eine geregelte Struktur. Genauso wichtig ist es, den Jugendlichen Normen und Werte unserer Gesellschaft zu vermitteln. Sprache ist dabei eine wesentliche Voraussetzung um die Familie zu erreichen.

 

Orientierung suchen aber nicht nur die Jugendlichen, sondern häufig auch ihre Eltern. Sie können sich ebenfalls an die Sozialarbeiter in den Stadtteilbüros wenden. Sie erfahren dort die nötige Unterstützung, wenn es darum geht, die Dinge des Alltags zu regeln. „Langfristig werden wir dann erfolgreich sein, wenn die gesamte Familie erreicht werden kann“, erläuterte Ralf Jäger. Gleichzeitig machte er deutlich: „Zuwanderung ist Teil eines offenen Europas und birgt auch viele Chancen - das ist gut so! Genauso wichtig ist es, dass wir die damit verbundenen Probleme nicht ausblenden, sondern Hand in Hand an Lösungen arbeiten. Prävention ist dabei ein entscheidender Baustein.“

 

Hintergrund der Initiative „klarkommen!“ sind auch die Erfahrungen aus der Initiative „Kurve kriegen“, die seit 2011 in Nordrhein-Westfalen als Modellprojekt erprobt wird.

 

„Frühe, individuelle Hilfe ist auch in diesem Bereich der richtige Ansatz, um die Zielgruppen zu erreichen“, so Martin Bornträger, Leiter der Projektgruppe Prävention Jugendkriminalität im MIK NRW, die auch diese Initiative begleitet. „Das zeigt sich auch immer wieder in der Arbeit der pädagogischen Fachkräfte von „Kurve kriegen“ vor Ort. Deshalb setzt auch „klarkommen!“ genau hier an. Es geht um Kinder, die schon auf die schiefe Bahn gekommen sind bzw. darum, sie erst gar nicht darauf kommen zu lassen“.

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