Arbeitsgruppe Digitalfunk der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (ARDINI)

Digitalfunkgerät mit Feuerwehrwagen

ARDINI vertritt sei 2006 die Interessen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr bei der Einführung des Digitalfunks in Nordrhein-Westfalen. Um die Belange aller nichtpolizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) berücksichtigen zu können, ist die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe vielfältig. So besteht ARDINI einerseits aus Vertretern der Abteilung 7 des Ministeriums für Inneres und Kommunales sowie der Bezirksregierungen des Landes Nordrhein-Westfalen, und zum anderen aus Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, der Hilfsorganisationen, der Feuerwehrverbände und des Institutes der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW).

 

Ziel dieser gemeinsamen Arbeitsgruppe ist es, die Migration vom Analogfunk zum Digitalfunk gemeinsam umzusetzen. Zwar sind die Arbeitsweisen und Aufgabenbereiche der einzelnen Feuerwehren und Hilfsorganisationen durchaus unterschiedlich, doch gilt es im Zuge der Umstellung überall die Einsatzkräfte zu schulen, Fahrzeuge umzurüsten und Digitalfunkgeräte zu programmieren. Hier können durch ein koordiniertes Zusammenwirken wertvolle Synergieeffekte erzielt werden.

Lehrstoffmappe Sprechfunk

So hat ARDINI seit seiner Gründung umfangreiche Schulungsunterlagen in Form von Präsentationen und gebundenen Lehrunterlagen erarbeitet, die nun speziell allen nichtpolizeilichen Organisationen und Hilfsorganisationen in Nordrhein-Westfalen zur Ausbildung der Endanwender des Digitalfunks dienen.

 

Weiterhin hat ARDINI bei der Erstellung eines gemeinsamen Betriebskonzeptes für den Digitalfunk in Nordrhein-Westfalen mitgewirkt. Das Betriebskonzept enthält Festlegungen, die das Zusammenwirken der unterschiedlichen Nutzergruppen in einem gemeinsamen Funknetz koordinieren, um somit eine hohe Effizienz und Betriebssicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Eine frühe Einbeziehung der Betroffenen in die Entscheidungsfindung eines solchen Regelwerkes ist besonders für die spätere Akzeptanz durch diese wichtig.

 

Basierend auf dem Betriebskonzept hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe aller Nutzer des BOS Digitalfunks ein gemeinsames Nutzungshandbuch (NHB) erarbeitet. Für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr war das IdF darin vertreten. Das NHB ist nach der Annahme durch ARDINI per Erlass eingeführt worden.


Da es bei einem bundesweiten Großprojekt natürlich auch erheblichen Abstimmungsbedarf gibt, der über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen hinaus geht, arbeiten Mitglieder von ARDINI auch in bundesweiten Gremien mit, um hier ebenso die Interessen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr zu vertreten.

Feuerwehrfrau im Einsatz mit Digitalfunkgerät

Das Institut der Feuerwehr (IdF NRW) in Münster ist die zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung für Führungskräfte der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen. Hier hat der Digitalfunk bereits seit 2007 Einzug gehalten. Noch lange bevor das BOS-Digitalfunknetz im Münsterland verfügbar war, wurde dort im August 2007 eine spezielle Basisstation für den Digitalfunk in Betrieb genommen. Somit konnten Seminar- und Lehrgangsteilnehmer bereits frühzeitig an die neue Technik herangeführt werden. Mitte 2009 konnte am Institut der Feuerwehr schließlich die erste Lehrleitstelle für den Digitalfunk in Betrieb genommen werden. In einer Simulationsumgebung können seitdem Leitstellendisponenten die Funktionalitäten des Digitalfunks trainieren. Seit 2012 wird am Institut der Feuerwehr nahezu ausschließlich nur noch der Digitalfunk im Bereich der praktischen Ausbildung der Gruppen- und Zugführer als Kommunikationsmittel eingesetzt.

Mit Einführung des gemeinsamen Betriebskonzeptes im April 2012 ist dem Institut der Feuerwehr die Rolle des Kompetenzzentrums der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr für den Digitalfunk zugetragen worden. Daraus ergeben sich für das Institut der Feuerwehr beratende und konzeptionelle Aufgaben, die im Folgenden im Einzelnen aufgeführt sind.

 

Logo Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen

Kompetenzzentrum Digitalfunk

Das Kompetenzzentrum für den Digitalfunk erstellt in enger Absprache mit der Koordinierenden Stelle konzeptionelle Empfehlungen für die kommunalen Aufgabenträger und für die Hilfsorganisationen.

 

Folgende Aufgaben werden durch das Kompetenzzentrum Digitalfunk der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr wahrgenommen:

 

  • Formulierung von Handlungsempfehlungen für Leitstellenanbindungen,
    Fuhrpark- und Wachenumrüstungen, Endgerätemanagement
  • Durchführen von Informationsveranstaltungen
  • Konzeption von Schulungsmaßnahmen
  • Netzseitige Umsetzung des Fleetmappings in Abstimmung mit der Autorisierten Stelle im Digitalfunk in NRW

 

Kontakt:
Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen
Wolbecker Straße 237
48155 Münster
Telefon 0251-3112-0
E-Mail digitalfunk(at)idf.nrw.de

 

Weitere Informationen finden Sie im Internetangebot des Instituts der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen

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