Wählbarkeit bei den Direktwahlen

Gewählt werden können alle Deutschen, oder die in Deutschland lebenden Staatsangehörigen der übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, wenn sie am Wahltag mindestens 23 Jahre alt sind. Dieses passive Wahlrecht haben auch die Beschäftigten bei der Gemeinde (Bürgermeister/innen, Beigeordnete, sonstige Bedienstete der Gemeinden), beim Kreis (Landrätin bzw. Landrat oder sonstige Bedienstete des Kreises), beim Land oder beim Bund.

Die Bewerberinnen und Bewerber um das Amt müssen die Gewähr dafür bieten, dass sie jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintreten. Eine besondere fachliche oder berufliche Qualifikation schreibt das Gesetz nicht vor.

Eine gleichzeitige Kandidatur für die Wahl zum Gemeinderat ist nicht ausgeschlossen. In diesem Fall muss die Bewerberin oder der Bewerber jedoch spätestens drei Monate vor dem Kommunalwahltermin die (Haupt -) Wohnung in der Gemeinde innehaben, weil andernfalls nicht das passive Wahlrecht für die Mitgliedschaft im Rat bestünde. Wird die Bewerberin oder der Bewerber in beide Funktionen gewählt, muss eine Entscheidung getroffen werden: Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister darf nicht gleichzeitig Ratsmitglied sein.

Ausgeschlossen ist es indes, sich in mehreren Gemeinden zugleich als Bürgermeisterin oder Bürgermeister zu bewerben.