Wahlsystem bei der Bundestagswahl

Das Wahlsystem ist ein Verbindungssystem von Mehrheits- und Verhältniswahl. Danach werden die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur Hälfte direkt in den 299 Wahlkreisen mit relativer Mehrheit gewählt, zur anderen Hälfte nach Verhältniswahlgrundsätzen aus den Landeslisten der Parteien.

Die Wählerinnen und Wähler haben jeweils zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird die Wahlkreisbewerberin oder der Wahlkreisbewerber und mit der Zweitstimme die Landesliste einer Partei gewählt. Der Stimmzettel sieht daher hinsichtlich der Erststimme in jedem Wahlkreis und darüber hinaus in jedem Land auch hinsichtlich der Zweitstimme anders aus. Die in den Wahlkreisen errungenen Sitze werden bei der Berechnung der Zahl der aus den Listen gewählten Abgeordneten angerechnet, so dass ein in der Regel vollständiger Verhältnisausgleich erzielt wird. Die Verteilung der Sitze wird mit dem Divisorverfahren (Saint Lague/Schepers) berechnet.

Bei der Sitzverteilung werden nur Parteien berücksichtigt, die mindestens 5% der abgegebenen gültigen Zweitstimmen erhalten oder in mindestens 3 Wahlkreisen einen Sitz errungen haben. Eine Ausnahme gilt lediglich für die von Parteien nationaler Minderheiten eingereichten Listen.

Bundesadler

Ermitteln der Sitzverteilung

Bei der Verteilung der Sitze im Bundestag spielt die Anzahl der Zweitstimmen eine wesentliche Rolle. mehr>>