Selbstständige Stiftungen des bürgerlichen Rechts

Der weitaus häufigste Fall von Stiftungen ist die selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts (§§ 80 bis 88 des Bürgerlichen Gesetzbuchs). Weit über 95 % der selbstständigen Stiftungen sind gemeinnützig. Selbstständige Stiftungen sind auf Dauer geschaffene rechtsfähige Einrichtungen. Sie dürfen die jährlichen Erträge des grundsätzlich ungeschmälert zu erhaltenden Stiftungsvermögens nur zu den Zwecken verwenden, die bei der Stiftungsgründung nach dem Stifterwillen bestimmt worden sind. Sie bedürfen nach dem BGB und dem Stiftungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (- StiftG -, GV.NRW vom 25. Februar 2005, S. 52 ) staatlicher Anerkennung, unterliegen der staatlichen Stiftungsaufsicht und werden von der für ihren Sitz zuständigen Bezirksregierung in einem Verzeichnis der selbstständigen Stiftungen ihres Bezirks registriert (-> Verfahren zur Gründung einer Stiftung).