Zehn Jahre Auslandseinsätze der nordrhein-westfälischen Polizei - Innenminister Behrens: "Aufbau, Beratung und Überwachung der lokalen Polizei ist ein Patentrezept"

Pressemitteilungen | 21.06.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 19.06.2004

Das Innenministerium teilt mit:

Nordrhein-westfälische Polizeibeamtinnen und -beamte sind seit 1994 mehr als 750 Mal in Auslandsmissionen zum Einsatz gekommen. Aktuell stellt NRW mit insgesamt 61 Beamtinnen und Beamten den stärksten länderpolizeilichen Anteil an den deutschen Polizeikontingenten im Ausland. „Die Polizistinnen und Polizisten nehmen freiwillig eine ganz besondere und anspruchsvolle Aufgabe wahr. Die positive Bilanz der Vorjahre ermutigt dazu, diese Projekte fortzusetzen“, sagte Landesinnenminister Dr. Fritz Behrens heute bei einer Veranstaltung im Institut für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW in Brühl.

Die Erfolge von friedenssichernden OSCE-, UN- oder EU-Missionen sind groß und das nordrhein-westfälische Engagement wird international anerkannt. Aus diesem Grund hat Minister Behrens aktive und ehemalige Missionsteilnehmerinnen und -teilnehmer, an Auslandseinsätzen interessierte Beamtinnen und Beamte, deren Angehörige, sowie Vertreter von Bund und Ländern, der Bundeswehr und der Politik eingeladen.

Zur Zeit sind im Auftrag der Vereinten Nationen 267 deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte in friedenssichernden und friedenserhaltenden Missionen im Kosovo (263, davon 39 aus NRW) und in Georgien (4, davon 1 aus NRW) eingesetzt. Weitere 93 deutsche Beamtinnen und Beamte versehen derzeit Dienst im Rahmen des

Zivilen Krisenmanagements der Europäischen Union in Bosnien-Herzegowina (73, davon 14 aus NRW) und Mazedonien (20, davon 4 aus NRW). An der Ausbildungs- und Ausstattungshilfe im Rahmen des Stabilitätspaktes Afghanistan beteiligt sich Nordrhein-Westfalen ferner mit drei von insgesamt 25 deutschen Polizeivollzugsbeamtinnen und –beamten. „Ob nun auf dem Balkan oder in anderen Regionen der Welt, ohne die Arbeit der Polizei wäre eine Rückkehr der Bevölkerung ins normale, friedliche Leben nicht möglich“, meinte Innenminister Behrens nach der Präsentation der Projekte.

Je nach Missionsmandat ergeben sich für die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte. Mehrheitlich geht es um die aufbauende, beratende und überwachende Tätigkeit bei der lokalen Polizei. Im Kosovo werden zudem auch polizeiliche Aufgaben wahrgenommen. Daher sind die Beamtinnen und Beamten dort bewaffnet. In den Missionen tragen sie die Uniform, in der sie auch in Nordrhein-Westfalen ihren Dienst versehen. Die Einsatzdauer beträgt für die einzelnen Polizistinnen und Polizisten grundsätzlich acht Monate. Es besteht die Möglichkeit, den Dienst um weitere vier Monate zu verlängern.

 

 

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