Polizei geht verstärkt gegen Drogensünder am Steuer vor - Innenminister Behrens: Kontrollen mit neuen Tests erfolgreich

Pressemitteilungen | 05.08.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 05.08.2004

Das Innenministerium teilt mit:

„Drugwipe“, der Drogenschnelltest der nordrhein-westfälischen Polizei ist seit Mitte 2003 erfolgreich im Einsatz: 2 964 Drogensünder am Steuer erwischten die Polizisten allein von Januar bis Juni 2004. Das sind über 76 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Um 38 % auf 356 erhöht hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Drogen im Spiel waren. „Mit “Drugwipe“ will die Polizei diese alarmierende Entwicklung stoppen. Uneinsichtige werden schneller aus dem Verkehr gezogen“, erklärte NRW-Innenminister Dr. Fritz Behrens heute (05.08.) in Düsseldorf. Der Minister kündigte verstärkte Polizeikontrollen an. Zugleich werde die Polizei ihre gezielte Aufklärungsarbeit intensivieren. Die Verkehrssicherheitsberater informieren u.a. in Schulen, Betrieben und Vereinen über die Gefahren des Drogenkonsums im Straßenverkehr.

„Drogenkonsum ist gerade bei jungen Fahrern ein großes Risiko“, hob der Minister hervor. Laut jüngsten Umfragen ist der Anteil der 18- bis 24-Jährigen im Westen Deutschlands, die schon einmal Cannabis genommen haben, in den letzten vier Jahren von 24 auf 38 Prozent angestiegen. „Durch die neuen Drogenvortests wird der Verdacht des Rauschgiftkonsums an Ort und Stelle erhärtet. Ist der Test positiv, muss der Fahrer anschließend zur Blutentnahme“, erläuterte Behrens.

Den Ertappten drohen empfindliche Strafen: 250 Euro bis 750 Euro Geldbuße, ein bis drei Monate Führerscheinentzug und vier Punkte im Flensburger Verkehrssünder-Register. Stellt die Polizei Ausfallerscheinungen wie Schlangenlinienfahren fest, ist das eine Straftat: Der Führerschein ist für längere Zeit weg und es drohen Geldstrafen oder sogar Haftstrafen.

Beim Drogenvortest („Drugwipe“) genügt den Polizisten ein wenig Speichel oder Schweiß. Die Beamten feuchten die Teststreifen mit Wasser an und wischen sie meist über die Stirn des Autofahrers. Nach kürzester Zeit ist das Ergebnis klar: Je nachdem, welches Feld des Streifens rot anläuft, ist der Autofahrer als Heroin-, Kokain-, Ecstasy- oder Haschischkonsument entlarvt. Behrens: „Der Test ist sehr genau. Auch länger zurückliegender Drogenkonsum, dessen Wirkung noch anhält, lässt sich noch zuverlässig nachweisen.“

 

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