NRW macht Polizeiarbeit sicherer - Alle Polizisten im Außendienst mit modernsten Schutzwesten ausgerüstet - Innenminister Behrens: Ich habe mein Versprechen gehalten

Pressemitteilungen | 14.07.2003

Innenministerium NRW

Bielefeld, 14.07.03

Nordrhein-Westfalen macht die Polizeiarbeit sicherer. Alle Polizisten im Außendienst sind jetzt mit modernsten Unterziehschutzwesten ausgerüstet. Innenminister Dr. Fritz Behrens übergab heute persönlich die letzten der rund 33 000 Westen in Bielefeld. Bis auf vereinzelte Nachzügler ist die Verteilung damit abgeschlossen. „Ich habe mein Versprechen gehalten“, zog der Minister eine positive Bilanz. „Es ist mir sehr wichtig, den Dienst für die Polizistinnen und Polizisten in NRW so sicher wie möglich zu machen.“ Trotz knapper Gelder hat die Landesregierung für den Kauf der maßgeschneiderten Westen insgesamt 38 Millionen Euro bereitgestellt. Damit liegt NRW im bundesweiten Vergleich klar an der Spitze.

Die Erfahrungen der Beamten hinsichtlich Tragekomfort und praktischem Gebrauch sind positiv. Fast alle Polizisten tragen die Weste regelmäßig während der gesamten Dienstschicht. Eine generelle Tragepflicht der Unterziehschutzwesten gibt es nicht. Bei bestimmten Einsatzsituationen kann diese jedoch angeordnet werden. „Wir setzen auf die Einsicht, die Weste freiwillig und zum eigenen Schutz im Dienst anzulegen“, betonte Behrens. Der Minister warnte die Polizeibeamten allerdings eindringlich vor einem trügerischen Gefühl der Sicherheit. Eine hundertprozentige Sicherheit werde es nicht geben. „Zum professionellen und überlegten Vorgehen der Polizeibeamten gibt es keine Alternative.“ Daher werde auch weiterhin größter Wert auf die intensive Aus- und Fortbildung der Polizisten in NRW gelegt.

Die Weste für rund 1 100 Euro wurde speziell für den täglichen Dienst entwickelt und entspricht dem neuesten Stand der Technik. Sie ist ca. 1,3 Kilogramm leicht und besteht aus einem neuartigen, schussfesten Gewebe, das auch bei Angriffen mit Messern schützt. Um die Zuverlässigkeit und Qualität auf Dauer zu sichern, werden jährlich nach einem Zufallsprinzip ausgewählte Westen beschossen. Treten geringste Zweifel an der Funktionstüchtigkeit des Materials auf, werden sofort intensive Tests durchgeführt. „So schaffen wir größtmögliche Sicherheit für unsere Polizisten“, erklärte Behrens.

Wer durch den täglichen Dienst auf der Straße am ehesten in gefährliche Situationen kommt, wurde zuerst mit den individuellen Schutzwesten ausgestattet. Dazu gehören die Streifenpolizisten und die Einheiten zur Bekämpfung der Straßen- und Rauschgiftkriminalität. Jetzt sind zusätzlich Bezirksdienstbeamte, Beamte der Kriminalwachen, Bereitschaftspolizisten, Personenschützer sowie Polizisten des Ermittlungsdienstes und der Sondereinheiten ausgerüstet. Versorgt werden auch die Polizeischüler, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben: Zum ersten Einsatz bekommen sie ebenfalls den neuen Körperschutz. Darüber hinaus gibt es einen landesweiten Pool von ca. 3 000 Westen, über den bei Bedarf verfügt werden kann. „So haben alle, die auch nur teilweise Außendienst versehen, eine eigene Weste zum Schutz vor Gewalttätern“, betonte der Minister.

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