Fußball-EM: NRW-Polizisten hatten Hooligans im Griff - Innenminister Behrens: Hausbesuche bei Hooligans zeigten Wirkung - Lob für gute Zusammenarbeit mit portugiesischen Sicherheitsbehörden

Pressemitteilungen | 24.06.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 24.06.2004

Das Innenministerium teilt mit:

Polizeiexperten aus Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam mit ihren Kollegen aus acht weiteren Bundesländern den Hooligans „die Lust auf Randale“ bei der Fußball-Europameisterschaft in Portugal gründlich verdorben. Durch den gemeinsamen Einsatz mit portugiesischen Sicherheitskräften vor Ort haben sie größere Ausschreitungen verhindert. Straftäter wurden rasch erkannt und ausgeschaltet. „Mit unserem Unterstützungskonzept haben wir verhindert, dass sich Gewaltpotenzial aus NRW bei der EURO 2004 unangenehm in Szene setzen konnte“, erklärte Innenminister Dr. Fritz Behrens heute (24.06.) in Düsseldorf. Durch den Einsatz der deutschen Polizisten wurden elf deutsche Randalierer von der portugiesischen Polizei festgenommen. Behrens: „Diese niedrigen Zahlen sind sehr erfreulich. Die enge Kooperation mit der portugiesischen Polizei hat sich bewährt.“

Bereits im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft waren die szenekundigen Polizeibeamten NRW-weit im Einsatz: 878 Hooligans der gewalttätigsten Kategorie C wurden zu Hause aufgesucht und vor einer Beteiligung an Krawallen eindringlich gewarnt. „Bei überraschenden Hausbesuchen haben die Polizisten den Fußball-Chaoten unmissverständlich klargemacht: Wir haben euch im Auge“, erläuterte Behrens. In 13 Fällen mussten sich Hooligans bei Spielen der deutschen Mannschaft regelmäßig bei der Polizei melden. So wurde verhindert, dass sie nach Portugal reisten. Auf Anregung der Polizei haben die Meldebehörden in NRW bei 38 Gewalt-tätern Reisebeschränkungen erlassen: Ein Vermerk im Pass untersagte die Einreise nach Portugal. Diese Maßnahmen der nordrhein-westfälischen Polizei werden auch nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft fortgesetzt, so Behrens.

Die 20 Mann starke deutsche Polizei-Delegation in Portugal wurde von Polizeirat Andreas Morbach aus Düsseldorf geleitet. Der 39-Jährige ist stellvertretender Chef der „Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze“ beim nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt (LKA). Zwölf in der Hooliganszene kundige Polizeibeamte aus neun Bundesländern wurden an den Spielorten der deutschen Nationalmannschaft eingesetzt. Spezialisten von Bundeskriminalamt und Bundesgrenzschutz arbeiteten als Verbindungsbeamte zur Botschaft in Lissabon und zu den Sicherheitsbehörden in Deutschland. „Unsere Polizisten haben hervorragende Arbeit geleistet. Die Einbeziehung der nordrhein-westfälischen Polizeiexperten in das Einsatzkonzept der Portugiesen zeigt die hohe Anerkennung der fachlichen Kompetenz unserer Polizisten“, betonte Behrens abschließend.

 

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