Deutlich weniger Tote und Verletzte auf NRW-Straßen - Innenminister stellt Unfallbilanz für das erste Halbjahr 2004 vor - Behrens: Positiver Trend setzt sich weiter fort

Pressemitteilungen | 26.07.2004

Innenministerium NRW

Düsseldorf, 26.07.2004

Das Innenministerium teilt mit:

Auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen haben sich im ersten Halbjahr 2004 weniger Unfälle ereignet als im Vorjahreszeitraum. Deutlich weniger Menschen wurden bei Verkehrsunfällen getötet und verletzt. „Nordrhein-Westfalens Straßen werden immer sicherer“, erklärte Innenminister Dr. Fritz Behrens heute (26.07.) bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz in Düsseldorf. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist von Januar bis Juni 2004 leicht um 0,1 Prozent auf 269 376 zurückgegangen. Dabei starben 376 Menschen, 38 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Schwerverletzten sank um 510 auf 7 241, die der Leichtverletzen deutlich um 1 981 auf

31 682. „Erfreulicherweise setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort“, so Behrens. „Intensive Polizeikontrollen, die zahlreichen Aktionen zur Prävention und der Einsatz der polizeilichen Verkehrssicherheitsberater zeigen Wirkung.“

Getrübt wird die Bilanz durch einen Zuwachs an Unfällen auf den Autobahnen. „Dort wird nach wie vor zu viel gerast. Die Polizei wird deshalb weiter verstärkt Video-Fahrzeuge gegen Raser und Drängler einsetzen“, bekräftigte Behrens. Zwischen Januar und Juni 2004 registrierte die Polizei hier 20 166 Unfälle, 1 645 mehr als im Vergleichszeitraum 2003. Trotz gestiegener Unfallzahlen verunglückten 100 Menschen weniger (Gesamtzahl 3 132) auf den Autobahnen in NRW. Die Zahl der Getöteten ging um ein Drittel auf 40 zurück.

Weitere Einzelheiten der aktuellen Verkehrsunfallstatistik für Januar bis Juni 2004:

· Radfahrer: Um acht auf 39 sank die Zahl der getöteten Zweiradfahrer. Einen Rückgang um 335 gab es bei den Verletzten auf insgesamt 6 952.

· Motorisierte Zweiradfahrer: Die Polizei zählte 71 (minus 23) Verkehrstote; ein Rückgang um 16,5 Prozent. Um 756 auf nun 5 209 sank hier die Zahl der Verletzten.

· Reisebusse: Insgesamt 42 Verunglückte (2003: 23), keine Getöteten, sieben Schwerverletzte (plus drei) und 35 Leichtverletzte (plus 15).

· Senioren: 78 Menschen über 65 Jahre starben bei Verkehrsunfällen; 17 weniger als 2003. Verletzt wurden 3 512 (minus 13). 30 (plus 16) ältere Menschen wurden am Steuer eines Pkw getötet, 16 (minus 17) als Radfahrer und 30 (minus 10) als Fußgänger.

· 18- bis 24-Jährige: Gesunken ist die Zahl der Verkehrstoten dieser Altersgruppe um 14 auf 67. Einen ähnlich deutlichen Rückgang um 4,6 Prozent auf 7 187 gab es bei den Verletzten. Bei den jungen Pkw-Fahrern registrierte die Polizei 5 309 verunglückte Männer und Frauen. Dies sind 4,5 Prozent weniger.

· Kinder: Die Anzahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Kinder (bis 14 Jahre) stieg von 15 auf 16. Um 11,2 Prozent zurückgegangen auf 4 303 ist die Zahl der verletzten Jungen und Mädchen. Die Zahl der verunglückten Kinder, die als Fußgänger unterwegs waren, sank um auf 1 508 (minus 7,1 Prozent), die der verunglückten Radfahrer auf 1 568 (minus 6,2 Prozent).

„Die jüngsten Verkehrsteilnehmer brauchen nach wie vor unsere besondere Aufmerksamkeit“, machte Behrens deutlich. Deshalb wird die nordrhein-westfälische Polizei auch wieder die ersten Wochen des neuen Schuljahres mit gezielten Kontrollen begleiten. „ Die Polizisten überwachen regelmäßig die Schulwege, messen die Fahrgeschwindigkeiten im Umfeld von Schulen und Kindergärten und prüfen die Schulbusse“, erklärte Behrens abschließend.

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.im.nrw.de/aktuell

 

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